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Foto: Deutsches Bundesarchiv
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Egon Krenz in Köthen

Veröffentlicht am Freitag, 13. April 2012

Erst wenige Tage ist es her, dass Margot Honecker in einem Fernsehinterview ihrem Ruf als Ewig-Gestrige gerecht wurde. Dass nicht alles schlecht war in der DDR werden wohl die Meisten bestätigen, die jenseits des „Antifaschistischen Schutzwalls“ aufgewachsen sind – von einem sozialistischen Paradies der Arbeiter und Bauern war sie aber mindestens genauso weit entfernt. Wer erfahren möchte, wie ein anderer, durchaus umstrittener, Zeitzeuge den Herbst 1989 und die Jahre danach erlebt hat, der sollte am Freitag ab 19 Uhr in der Köthener Sanitätsschule vorbeischauen. Dann ist dort Egon Krenz zu einer Gesprächs- und Autogrammstunde zu Gast.

Unter dem Motto „Geschichte begreifen – Zukunft gestalten“ setzt das Köthener Geschichtsforum 2012 des Museums für Humanität und Rettungskunde damit seine Vortragsreihe „Wendepunkte“ fort. Egon Krenz, seit 1984 Stellvertreter Erich Honeckers und ab Ende Oktober 1989 sieben Wochen lang dessen Nachfolger als Vorsitzender des Staatsrates der DDR und Generalsekretär der SED, stellt sich den Besuchern zum Thema „Herbst ´89 und was draus geworden ist“.

Neben einer Frage- und Gesprächsrunde wird Krenz im Anschluss auch sein Buch „Widerworte“ signieren, das Briefe und Zeitzeugnisse aus den Jahren 1990 bis 2005 enthält.

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