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... und am Ende kommt die Sonne

Veröffentlicht am Freitag, 26. Februar 2010

Eigentlich sollte in Anbetracht der sich erholenden Temperaturen vor so einem Wochenende besser nichts über Wetter und so hier stehen. Doch die drohende Gewitterfront am Finanzhimmel vor den Toren der Stadt Dessau-Roßlau lässt keine Wahl. „Zuerst kommt der Blitz, dann kommt der Donner ...“, heißt es in einem Virginia Jetzt! Titel und beschreibt vielleicht ganz schön die derzeit gefahrene Taktik ideen- und visionsloser Verwalter einer Stadt kurz vor der Pleite. Ein präziser, durchbohrender Blitz ins Mark einer sich nach außen hin gerne über Kultur definierenden Stadt, erzeugt ganz natürlich ein gewaltiges Grollen. Ein Grollen als Hilferuf einer aufgeschreckten Öffentlichkeit, die sich an die Gaben der neuen Zeit gewöhnt hat und sich zufrieden in die Couch des kulturellen Erbes kuschelt. Ein Hilferuf, der hoffentlich dazu gereicht, den Realitäten ins Auge zu schauen und im Kontext einer schrumpfenden Region, Lösungen zu auszuloten, die mit den Menschen gefunden werden, die hier leben. Ein Hilferuf, der vor der eigenen Haustür Gehör findet und alle mitnimmt. Zumindest bei Virginia Jetzt! heißt es „... und am Ende kommt die Sonne.“ – eine eigentlich ganz hoffnungsfrohe Perspektive, wenn man die Krise als Chance für etwas Neues versteht, Visionen und Ideen zulässt.

Dazu passt es dann auch ganz prima, dass sich eine Initiative "Land braucht Stadt" formiert hat, die den Dialog nicht mehr nur erbittet, sondern fordert. Unter http://www.land-braucht-stadt.de findet sich ein wohl formuliertes Unterstützerschreiben und auch eine Unterschriftenliste steht zum download bereit. Als Protestauftakt haben sich einige Institutionen, Vereine und Bürger recht passend die Eröffnungszeremonie des Kurt-Weill-Festes am Freitag (26.2.2010) um 16 Uhr gewählt. Auch wenn es dem Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau offensichtlich überaus peinlich zu sein scheint, dass der Bürger ein selbständig denkendes Wesen ist (nachzulesen auf facebook in der Gruppe Rettet die Kultur in Dessau-Roßlau!), sollten doch so viele Menschen wie nur irgend möglich zum Vorplatz des Theaters kommen, um zu zeigen, dass das so nicht geht! Doch dieser Protestauftakt kann nur ein Auftakt sein - weitere Aktionen werden folgen und der LEO bleibt dran!

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