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„Nylon”, am 5.3. in der Marienkirche
„Nylon”, am 5.3. in der Marienkirche

18. Kurt Weill Fest geht erfolgreich zu Ende

Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Januar 1970

36 Veranstaltungen und 8 Führungen durch die Dessauer Bauhaus-Bauten, dabei eine knapp 90%ige Besucherauslastung – die 18. Auflage des Kurt-Weill-Festes war ein großartiger Erfolg für die Veranstalter, Künstler und nicht zuletzt für die Stadt Dessau. „Wir haben ein fantastisches, sachkundiges und treues Publikum. Damit können wir an die hohe Auslastung der Vorjahre anknüpfen und sehen unseren Weg bestätigt, das Kurt Weill Fest als eines der innovativsten Musikfeste in Deutschland zu etablieren.“, so Thomas Markworth, Präsident der Kurt-Weill-Gesellschaft. Auch Philip D. Murphys, Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika und Schirmherr des Kurt Weill Fest, ist begeistert und bezeichnet das Festival als „ein wichtiges Element und Symbol für die deutsch-amerikanischen Beziehungen“.

Besondere Bedeutung für das Kurt Weill Fest 2010 hatten die Veranstaltungen des diesjährigen Artist-in-Residence Helmut Oehring, der dem Festival eine besondere Prägung gab. Mit dem von ihm gestalteten Eröffnungskonzert Offene Wunden, in dem sich Weills Mahagonny Songspiel und Oehrings Neukomposition Die WUNDE Heine begegneten, eröffnete das Kurt Weill Fest am 25. Februar gemäß dem Motto New Art is True Art. Durch die Mitwirkung namhafter Solisten und des Ensemble Modern wurde bereits der erste Abend des Festivals zu einem großen Erfolg. Weiterer umjubelter Höhepunkt im Rahmen des Festivals war die Neuproduktion des Weill-Musicals „One Touch of Venus“. In der Regie von Klaus Seiffert und unter der musikalischen Leitung von James Holmes präsentierte das Anhaltische Theater in Kooperation mit dem Kurt Weill Fest eine spektakuläre Bühnenshow, an der neben Ensemble, Orchester, Ballett und Chor des Theaters auch Ute Gfrerer (Venus) und Studenten der Universität der Künste Berlin mitwirkten. Mit zwei ausverkauften Vorstellungen des Musicals, das einst Kurt Weills größter Erfolg am New Yorker Broadway war, zählt diese Produktion zur Erfolgreichsten des Festivals und wird nun Eingang in den regulären Spielplan des Anhaltischen Theaters finden. Konzerte mit Angelika Kirchschlager und Helmut Deutsch, dem MDR-Sinfonieorchester unter der Leitung der britischen Dirigentin Sian Edwards, mit der vom Publikum frenetisch gefeierten .„Annamateur & Außensaiter.“, dem Kontert von „Nylon“ und den Berlin Comedian Harmonists gehörten ebenfalls zu den Höhepunkten des Festivals. Insgesamt waren an den 10 Festspiel-Tagen über 300 Künstler u.a. aus den Niederlanden, Großbritannien, USA, Österreich und Bulgarien in Kurt Weills Geburtsstadt Dessau in 45 Veranstaltungen an 21 Spielorten zu erleben.

Mit dem Motto „Berlin im Licht.“ startet das Kurt Weill Fest ab 2011 eine dreijährige Exkursion zu den Lebens- und Arbeitsstätten von Kurt Weill, in die sich nach Berlin auch Paris (2012) und New York (2013) einreihen. Und eine Neuerung wird es ab der kommenden Ausgabe des Weill Festes geben: Um mehr Festivalbesucher von auswärts zu erreichen, wird das Kurt Weill Fest ab 2011 um eine Woche verlängert und erstreckt sich somit im Zeitraum vom 25.02. bis 13.03.2011 über drei Wochenenden. Wir sind gespannt und bereits heute voller Vorfreude auf das, was dann 2011 unter der Leitung des Intendanten Prof. Michael Kaufmann zu erleben sein wird.

www.kurt-weill.de

Foto © Thomas Ruttke

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