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November 2017
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Emmanuel Bourgeau an Bord
Emmanuel Bourgeau an Bord

Eine geheimnisvolle wissenschaftliche Mission

Veröffentlicht am Sonntag, 15. August 2010

Nach mehreren Monaten Aufenthalt zwischen Ivochote in Peru und der Hochebene Altiplano in Bolivien hat die Expédition végétale die Baumkronen des subtropischen Amazonasregenwaldes hinter sich gelassen, an Bord eine Gruppe von Forschern auf einer dreimonatigen Reise um die Welt. Im Fokus der Wissenschaftler liegen seltene und bislang unbekannte Pflanzen aus unterschiedlichen Klimazonen. Ziel der Forschungsreise ist das mitteleuropäische Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt, wo die Forscher auf besonders überraschende Ergebnisse hoffen. Den Stadtoberen von Dessau-Roßlau ist es nun gelungen, mit der Mannschaft der von der französischen Compagnie La Machine initiierten Expédition végétale Verbindung aufzunehmen. Mithilfe eines eigens für die Unternehmung konstruierten Funkapparates berichtet Emmanuel Bourgeau, Biologe und Experte für Phytodiät, von seinem Aufenthalt auf der Azoren-Insel Terceira: "Unsere Abreise von Bolivien verlief unerwartet stürmisch. Wir hatten Glück, dass das Wetter nach einigen Tagen aufklarte, die Wolken sich auflösten. Es ist uns gelungen, außergewöhnlich gute Windverhältnisse zu nutzen und sogar eine Woche früher als geplant hier auf Terceira einzutreffen."

Die Besatzung ist insgesamt bei guter Gesundheit, nur die dünne Luft in den zum Teil extremen Höhen macht den Teilnehmern zu schaffen. Die kurze Ruhepause auf den Azoren gibt den Wissenschaftlern und der Mannschaft Gelegenheit, neue Vorräte aufzunehmen und endemische Pflanzen zu studieren. Seltene Araceae und Asphodeloideae, Aronstab und Aloe gehören zu den Entdeckungen der Expedition, die ihre Reise um die Welt auf der Suche nach seltenen Pflanzen in diesen Tagen fortsetzt und sich langsam der Stadt Dessau-Roßlau nähert. Die Navigatoren gehen bei günstigen Wetterverhältnissen von einer Ankunft in Sachsen-Anhalt Anfang September aus. Wo genau die Expédition végétale im Stadtgebiet von Dessau-Roßlau landen wird, ist noch ungewiss. Die Vorbereitungen für die Ankunft laufen bereits auf Hochtouren – unter anderem soll ein neuartiges Markierungssystem eingesetzt werden, das der Besatzung eine sichere Landung erlaubt.

Genauere Details der Mission sind bislang nicht bekannt gegeben worden, um die Sicherheit des Unternehmens nicht zu gefährden. Wissenschaftliche Ziele und Ergebnisse der Forschungsreise werden geheim gehalten. Funkkontakt ist bislang nur in Ausnahmefällen möglich.

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