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Mai 2017
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ehemalige Grenzmarkierung
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Erinnerungen an die deutsche Teilung

Veröffentlicht am Mittwoch, 13. Oktober 2010

Welche Erinnerungen bleiben an die innerdeutsche Grenze? Ist bereits Gras über diesen "Eisernen Vorhang" gewachsen, der bis 1989 nicht nur die beiden deutschen Staaten, sondern ganz Europa in zwei militärisch hochgerüstete und verfeindete Lager teilte?

Diese Fragen stehen im Blickpunkt der Ausstellung "Bereits Gras über der deutsch-deutschen Grenze?", die für die nächsten zwei Wochen am Fachbereich Informatik der Hochschule Anhalt zu besichtigen ist. Vom 14. bis 27. Oktober präsentiert der Verein "Kulturregion Anhalt & Bitterfeld" e.V. und die Konrad-Adenauer-Stiftung dieses von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur initiierte Projekt in Köthen. Auf 25 Tafeln wird an die Grenze erinnert, etwa an geteilte Orte, an die Grenzkontrollen, an Ausweisungen von Bürgern und Zerstörung von Grenzdörfern (z.B. "Aktion Ungeziefer"), an die Strukturen der Grenztruppen und Kosten der Grenzanlagen, an tödliche Waffen wie die Splittermine SM-70 (Selbstschussanlage) - schließlich an den Fall der Berliner Mauer und die Öffnung der Grenze im November 1989. Auf ihrer vierten und (vorerst) letzten Station in Sachsen-Anhalt wird die erstmals durch unser Bundesland tourende Ausstellung am Donnerstag den 14. Oktober mit einem Vortrag über die Überwachung des Transitverkehrs von Bayern nach Westberlin eröffnet.

14. Oktober, 16 Uhr
Hochschule Anhalt Köthen, Ratke-Gebäude, Lohmannstr. 23
Ausstellungseröffnung "Bereits Gras über der deutsch-deutschen Grenze?
Spurensuche entlang des ehemaligen Grenzstreifens"

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