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Solitude - Nordwestansicht um 1930
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Richtfest an der Solitude

Veröffentlicht am Freitag, 03. Dezember 2010

Auf halbem Wege zwischen dem Luisium in Dessau-Waldersee und Vockerode ließ Fürst Franz von Anhalt-Dessau, im Volksmund „Vater Franz“ genannt, nach 1777 am Sieglitzer Berg einen Waldpark anlegen. Das Herzstück dieser „geordneten Wildnis“ bildete die „Solitude“ (Einsamkeit), ein kleines klassizistisches Schlösschen in Form eines römischen Tempels, das Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff entworfen hatte. Der Sieglitzer Berg war bei der Dessauer Bevölkerung bis zum Zweiten Weltkrieg als Ausflugsziel sehr beliebt. Nach 1945 verfiel die Solitude allmählich, bis es 1979 sogar zum Abriss des Gebäudes kam. Bis auf das Fundament und die Umfassungssteine blieb kaum etwas erhalten.

Der Wiederaufbau der Solitude ist seit 2003 ehrgeiziges Ziel des Rotary Clubs Dessau und der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz. Über Jahre wurden Spenden gesammelt, Fördermittelanträge gestellt und in Arbeitseinsätzen persönlich Hand angelegt. Im Jahr 2008 konnte endlich der Grundstein gelegt werden. Am Samstag, dem 4. Dezember um 11 Uhr, ist mit dem Richtfest ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Hierzu sind alle Freunde des Gartenreiches herzlich zur Präsentation dieses bürgerschaftlichem Engagements eingeladen. Zu Wort kommen werden auch Dr. Thomas Weiss, Direktor und Vorstand der Kulturstiftung DessauWörlitz, Dr. Reiner Haseloff, Minister für Wirtschaft und Arbeit, Land Sachsen-Anhalt, Dr. Dr. Gregor Hundeshagen, Präsident des Rotary Clubs Dessau. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Jagdhornbläsergruppe Dessau-Köthen.

4. Dezember, 11 Uhr
Richtfest an der Solitude
Park am Sieglitzer Berg, zwischen Waldersee und Vockerode (Kreisstr. L 133)

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