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Fraktus, Foto: Verleih
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"Fraktus" im Kiez-Kino

Veröffentlicht am Donnerstag, 06. Dezember 2012

Sie waren Revolutionäre der Musikgeschichte: die Soundtüftler von "Fraktus". Heute, mehr als 30 Jahre nach ihrer Gründung, kennt niemand mehr die Band um Bernd Wand, Dirk Schubert und Torsten Bage. Der Film "Fraktus - Das letzte Kapitel der Musikgeschichte", der ab heute im Dessauer Kiez-Kino zu sehen ist, will das ändern.

Immerhin sind "Fraktus" in einem Atemzug mit Mozart und Wagner, mit den Beatles und den Rolling Stones zu nennen: auch sie haben ihren Fans eine neue Musik geschenkt, die in den 90er Jahren eine ganze Generation prägte - den Techno. Schade nur, dass "Fraktus" davon nie profitieren konnten. Noch vor dem großen Durchbruch zerstritten sich die drei Mitglieder 1983 heillos, "Fraktus" blieb ein Geheimtipp. In seinem Film begleitet Regisseur Lars Jenssen den Musikproduzenten Roger Dettner und die Band nun bei ihrem Comeback-Versuch.

Als sogenannte "Mockumentary", also ein fiktionaler Dokumentarfilm, steht "Fraktus" in der Tradition von Klassikern wie "A Hard Day's Night" oder "Spinal Tap". Immer wieder trifft ein "so hätte es gewesen sein können" auf haarsträubende, komische Momente. Zusätzliche Glaubwürdigkeit gewinnt der Film durch Interviews mit echten Größen der Musik-Szene, von Blixa Bargeld bis Marusha. "Fraktus" wird ab heute bis zum 11. Dezember täglich um 17.30 Uhr und 20.30 Uhr im Kiez-Kino Dessau gezeigt.

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