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November 2017
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Ausstellung: Waterlines – Seezeichen
Ausstellung: Waterlines – Seezeichen

"Waterlines - Seezeichen" im UBA

Veröffentlicht am Mittwoch, 17. Oktober 2012

Der Anstieg der Meeresspiegel ist vielleicht die bedrohlichste Folge des Klimawandels. Wie stark die Pegel der Ozeane im globalen Mittel bis zum Jahr 2100 nach oben gehen und welche Regionen davon am stärksten betroffen sein werden, darüber wird in der Forschergemeinschaft zwei Jahre vor Veröffentlichung des nächsten Sachstandberichts des UN-Klimarats heftig debattiert.

Mit der Doppelausstellung „Waterlines – Seezeichen“ schlägt das Umweltbundesamt (UBA) eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und Wahrnehmung. In seinem Projekt „Waterlines – Fotografie entlang der Klimaflut“ geht der Fotograf Martin Jehnichen der Frage nach, welche Auswirkungen ein Anstieg der Ozeanpegel als Folge der Klimaerwärmung auf unser Leben hätte – das des Fischers auf den Malediven oder des Büroangestellten in Amsterdam. Jehnichen visualisiert dies auf seinen Bildern durch eine blaue Laserlinie. Ausstellungsort ist ein Seecontainer, der vor dem Eingang des UBA-Dienstgebäudes aufgestellt wird.

In seinem Zyklus „Seezeichen“ wirft der bildende Künstler Stefan Fahrnländer – ähnlich wie die Klimamodellierer – mithilfe von Computer und Algorithmen einen Blick auf eine nicht allzu ferne Zukunft. Seine fantastischen Gebilde sind vielseitig interpretierbar – als Überlebenskapseln, Warnbojen oder Positionsmarken im Uferlosen, die Orte einer Vergangenheit markieren, die längst untergegangen sind. Der an der renommierten Kunstakademie Dresden ausgebildete Fahrnländer erhielt Stipendien des Berliner Senats, des "Siemens Art Program" und der Philip Morris Stiftung. Jüngst war er auf der 7. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst mit Arbeiten vertreten.

„Waterlines – Seezeichen“ ist die fünfte Schau in diesem Jahr, die das UBA im Rahmen des Programms „Kunst und Umwelt“ zeigt.

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