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Keep the lights on im Kiez Kino Dessau
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Filmkunsttage Sachsen-Anhalt

Veröffentlicht am Donnerstag, 18. Oktober 2012

Den roten Teppich wird man hier ebenso vergeblich suchen wie glamouröse Auftritte von Stars. Denn selbst vereint können Aschersleben, Dessau, Genthin, Halle, Magdeburg und Salzwedel sich schwerlich mit Berlin, Cannes oder Venedig messen lassen. Doch eines eint sie: allesamt sind sie Gastgeberstädte von Filmfestivals. Die einen länger, die sachsen-anhaltischen Städte seit 2011. Da fand das erste Filmkunstfest Sachsen-Anhalt statt. Seine Besonderheit: es ist ein dezentrales Fest und es konzentriert sich auf Art-House-Filme, also solche Filme, die von den großen Abspielmaschinen links liegen gelassen werden.

In diesem Jahr, zu zweiten Auflage der Filmkunsttage, sind mit dem Filmpalast Salzwedel und dem Hallenser Lux zwei weitere Kinos hinzugekommen, dazu ist das Museum Kloster unsere lieben Frauen erneut als Veranstaltungsort dabei.

Und auch das Filmprogramm wurde erweitert, nicht nur, aber auch quantitativ. Augenfällig viele Dok-Filme wurden ins Programm genommen und damit ein Genre in den Blickpunkt gerückt, dass es – sieht man ab von Michael-Moore-Filmen und Tierdokus – nach wie vor schwer hat, selbst in Programmkinos. Dabei sind es gerade Dok-Filme, die lässig die Fesseln des Spielfilms sprengen können, mögen sie sie sich nun einem Architekten (Erich Mendelsohn – Visionen für die Ewigkeit) beschäftigen oder mit dem Widerstand gegen eine Mülldeponie in der Türkei, die Fatih Akim (Gegen die Wand, Soul Kitchen) jahrelang mit der Kamera begleitet hat (Müll im Garten Eden).

Ebenso fest im Programm der Filmkunsttage verankert, sind Filme, die in Sachsen-Anhalt gedreht wurden, deren Hauptdarsteller aus dem Bundesland kommen oder die von der Mitteldeutschen Medienförderung unterstützt wurden – das Spektrum reicht hier von der Kurzfilmrolle „Made in Sachsen-Anhalt“ bis zum Spielfilm Lore.

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