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Oktober 2017
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Schülerausstellung: 1517: Der Anschlag
Schülerausstellung: 1517: Der Anschlag

Ausstellung: "1517: Der Anschlag" in Zerbst

Veröffentlicht am Montag, 09. Dezember 2013

Im Museum der Stadt Zerbst wurde am Samstag die Ausstellung "1517: Der Anschlag" eröffnet. Im Mittelpunkt steht der Thesenanschlag Martin Luthers an das Wittenberger Kirchenportal. Der Titel spielt zudem darauf an, wie seine Reformideen im 16. Jahrhundert die Lebenswelten in den protestantischen Ländern und Städten veränderten - ein Anschlag auf die etablierte Macht der katholischen Kirche, sozusagen. Gezeigt wird "1517: Der Anschlag" noch bis zum 12. Januar.

Gezeigt werden Arbeiten von Schülern und Studierenden, die sich im Vorfeld des Reformationsjubiläums 2017 an einem vom Staatsminister für Kultur und Medien geförderten Wettbewerb beteiligt hatten. Ziel war es, herauszufinden, wie Jugendliche zwischen 14 und 24 Jahren Themen der Reformation ihren Altersgenossen näher bringen würden. Die zehn besten Beiträge wurden gemeinsam mit Fachleuten in ein ansprechendes Ausstellungsdesign übertragen. Ausstellungstitel, Plakate, Flyer und mehr haben die Wettbewerbsteilnehmer selbst erarbeitet.

Entstanden sind zwei Filme, von denen einer den Ablasshandel und dessen Ablehnung durch Luther vorstellt, während der andere in Interviews die Entstehung der Idee und ihre Umsetzung in Interviews dokumentiert. Ein Zeitstrahl mit Biografien wichtiger Reformpersonen gibt Besuchern Orientierung durch die Vielzahl der Ereignisse der Reformationszeit. Lucas Cranach steht zudem stellvertretend für die "Bilder der Reformation", die anhand seiner bekannten und unbekannten Ölgemälde vorgestellt werden. Eine Hörstation stellt die ersten bekannten Gemeindekirchenlieder der Reformationszeit und ihre Entstehungshintergründe vor. Am Beispiel der zwei Chemnitzer Klöster wird über die Entwicklung der im Zuge der Reformation aufgegebenen und umgenutzten Kirchengebäude berichtet. Auch ein Fußballspiel mit Luther und dem Papst als Team-Kapitäne, ein Comic über Luthers Leben und zwei Brettspiele sind Teil von "1517: Der Anschlag". Am Schluss der Ausstellung haben alle Besucher außerdem die Gelegenheit, ihre ganz eigenen Thesen an einer Reproduktion des Wittenberger Schlosskirchen-Portals anzuschlagen.

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