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Ludwig Hirschfeld-Mack (links), F.W.Bogler (Mitte) und Marli Heimann (rechts) mit der Vorführkabine der Farbenlichtspiele; Foto: bauhaus-archiv berlin
Ludwig Hirschfeld-Mack (links), F.W.Bogler (Mitte) und Marli Heimann (rechts) mit der Vorführkabine der Farbenlichtspiele; Foto: bauhaus-archiv berlin

Ausstellung „Mensch-Raum-Maschine“ im Bauhaus

Veröffentlicht am Dienstag, 03. Dezember 2013

Im Bauhaus Dessau wird am Donnerstagabend eine Ausstellung eröffnet, die dank ihrer Thematik international für Aufsehen sorgen dürfte. Zum ersten Mal überhaupt widmet sich „Mensch-Raum-Maschine“ den Experimenten und Konzepten der legendären Bauhausbühne. Die Ausstellung gibt Einblicke in das frühe 20. Jahrhundert, eine Zeit, in der die Menschen einem heute beinahe unfassbaren technischen Wandel gegenüberstanden, der zugleich faszinierend und bedrohlich war.

In der 1921 durch Walter Gropius gegründeten Bühnenwerkstatt erforschten und erprobten Künstler wie Lothar Schreyer, Oskar Schlemmer und László Moholy-Nagy das Verhältnis von Mensch und Technik, entwickelten abstrakte Bewegungsstudien, Atmosphäremaschinen oder Theaterapparate. Bei „Mensch-Raum-Maschine“ werden mehr als 200 Exponate in sieben Themenbereichen zu sehen sein. Skizzen, Zeichnungen und Fotografien gehören ebenso dazu wie Filme, Figurinen, Modelle, Kostüme und Apparate. Ein Prolog stellt außerdem die jeweiligen Perspektiven und Visionen von Moholy-Nagy, Gropius und Schlemmer vor. Aber nicht nur der historische Ansatz soll dargestellt werden, denn schließlich ist das Verhältnis von Mensch und Maschine angesichts der Fortschritte in der Biologie, der Gen- und Kommunikationstechnik heute mindestens genauso aktuell.

Besonders deutlich wird dies beim Bauhaus-Festival, das die Ausstellungseröffnung am 6. und 7. Dezember begleitet. Zwei Tage lang wird zu Vorträgen und Gesprächen eingeladen, zu Gast sind Wissenschaftler und Künstler aus ganz Europa, Amerika und Asien. In Performances und Installationen werden die Gedanken der Bauhäusler aufgegriffen und neu interpretiert. Beteiligt sind unter anderem Daria Martin, Hannah Hurtzig und das Hamburger Künstlerkollektiv LIGNA, deren Live-Acts anschließend als Installationen zum Teil der Ausstellung werden. „Mensch-Raum-Maschine“ ist bis 21. April im Bauhaus zu sehen. Danach wird die Ausstellung in Norwegen und Südkorea gezeigt.

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