LEO — Das Anhalt Magazin

Dein Kompass durch Klub,
Kultur und Kneipe in Anhalt.

August 2017
August 2017
LEO August 2017
LEO
Philipp Melanchthon, Lucas Cranach d. J. (Werkstatt)  Holzschnitt auf Pergament, 1562; Foto: © Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Philipp Melanchthon, Lucas Cranach d. J. (Werkstatt) Holzschnitt auf Pergament, 1562; Foto: © Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt

Wiedereröffnung des Melanchthonhauses Wittenberg

Veröffentlicht am Mittwoch, 13. Februar 2013

Nach zwei Jahren Bauzeit wird am Freitag in Wittenberg das Melanchthonhaus wiedereröffnet. Das Denkmal, in dem Philipp Melanchthon ab 1539 lebte, wurde behutsam restauriert und durch einen modernen Anbau erweitert. Die Stiftung Luthergedenkstätten verspricht neue Einblicke in das Leben und Wirken des Wegbegleiters und Kollegen Martin Luthers.

Dem Menschen und den Gelehrten Melanchthon sollen die Besucher im Melanchthonhaus näher kommen. Hier wohnte der Reformator mit seiner Familie, empfing Gäste und verfasste viele seiner Schriften, hier führte er poetische Wettkämpfe mit seinen Studenten durch. Im Lauf der Jahrhunderte wurde das Haus kaum umgebaut, und wird dadurch selbst zum wichtigsten Exponat der neuen Ausstellung. Illustrationen und nachempfundene Alltagsgegenstände sollen den Alltag der Melanchthons wieder lebendig machen.

Das Werk Melanchthons und seine Wirkung stehen beim Ausstellungsteil im Neubau im Mittelpunkt. Zu entdecken gibt es Handschriften, Drucke, Gemälde und Büsten des Reformators. Einige der Ausstellungsstücke werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, darunter eine originale Gehaltsquittung des Professors, oder die erste, von Melanchthon handschriftlich verfasste, Stadtgeschichte Wittenbergs. Spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche sind ebenso Teil der neuen Ausstellung. Mit einem gusseisernen Schlüssel, den die Junioren am Eingang erhalten, können Truhen und Schränke mit versteckten Spielen sowie verborgene Medienstationen aufgeschlossen werden. Die komplexe Geschichte der Reformation wird aus dem Blickwinkel der zehnjährigen Magdalena, der Tochter Melanchthons, erzählt.

LEO mit deinen Freunden teilen: