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Oktober 2017
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Hagen-Hubert Möckel; Foto: Veranstalter
Hagen-Hubert Möckel; Foto: Veranstalter

Hagen-Hubert Möckel: “Der Kontrabass”

Veröffentlicht am Samstag, 30. Mrz 2013

Sein Roman "Das Parfum" machte Schriftsteller Patrick Süskind weltberühmt. In fast 60 Sprachen, darunter sogar Latein, wurde er übersetzt, über 20 Millionen Exemplare verkauft. Aber bereits vier Jahre vor seinem Erfolgsroman schuf Süskind mit "Der Kontrabass" einen Einakter, der als Bühnenstück in der Spielzeit 1984/85 mit mehr als 500 Aufführungen das meistgespielte Stück im deutschsprachigen Raum werden sollte. Heute ist er, interpretiert von Hagen-Hubert Möckel, in der Dessauer Marienkirche zu erleben.

Im Mittelpunkt des Ein-Personen-Stückes steht ein biederer Kontrabassist. Der namenlosen Antiheld sitzt allein in seinem schallisolierten Zimmer, seine einzige Gesellschaft besteht aus einigen Flaschen Bier und seinem Kontrabass. Und genau diesem Instrument gibt er auch die Schuld an seiner Misere, scheinbar verflucht dazu, mit ihm zu arbeiten, einsam und ohne Respekt oder gar Liebe. Was als ebenso sarkastischer wie unterhaltsamer Vortrag über die völlig unterschätzte Bedeutung seines Instruments beginnt wird zum lauten Ruf nach Anerkennung und schließlich zu einer Vision der möglichen Zukunft. Aus dem Orchestergraben heraus will er seiner unerwiderten Liebe, der Sopranistin Sarah, die bisher wahrscheinlich nicht einmal von seiner Existenz weiß, seine Gefühle zurufen - mitten in der Vorstellung. Ob er diesen Plan umsetzt, bleibt aber der Fantasie des Publikums überlassen. Denn "Der Kontrabass" endet damit, dass der Musiker sich zum täglichen Orchesterdienst verabschiedet.

"Der Kontrabass" mit Hagen-Hubert Möckel beginnt heute um 19.30 Uhr in der Dessauer Marienkirche. Karten sind beim MZ-Servicecenter Dessau, bei der Tourist-Information Dessau sowie an der Abendkasse erhältlich.

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