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Oktober 2017
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Richard Wagners
Richard Wagners "Siegfried"; Grafik: Anhaltisches Theater

"Siegfried" vor der Premiere

Veröffentlicht am Freitag, 29. Mrz 2013

Der "Ring der Bauhausstadt" wird ab Samstag mit "Siegfried", dem zweiten Teil von Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen" fortgesetzt. Unter musikalischer Leitung von Generalmusikdirektor Antony Hermus und in der Regie von Generalintendant André Bücker sind bei der Premiere ab 18 Uhr unter anderem Iordanka Derilova, Rita Kapfhammer sowie Peter Svensson in der Rolle des Titelhelden zu erleben.

In diesem Jahr wäre Richard Wagner 200 Jahre alt geworden. Das Anhaltische Theater, das sich als "Bayreuth des Nordens" in einer besondere Tradition verwurzelt sieht, begeht dieses Ereignis mit der Fortführung des 2012 begonnenen "Ring der Bauhausstadt". Gezeigt wird der Zyklus dabei in chronologisch umgekehrter Reihenfolge - so, wie Wagner auch die Texte seines Ringes entwickelte. Erstmals ist in der über 70-jährigen Geschichte des Theaters ist damit die gesamte Tetralogie in Dessau zu sehen.

"Siegfried" ist der wahrscheinlich komödiantischste Teil des Ring-Zyklus. Erzählt wird die Geschichte "von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen", von einem Helden, in den seine Umwelt die verschiedensten, oft widersprüchlichen, Hoffnungen legt. Und doch ist auch "Siegfried" keine Komödie. Immer wieder treffen Passagen voller Komik auf Szenen, in der sich düsterste Abgründe auftun, die das Abschiednehmen oder den Machtverlust der alten Götter thematisieren. Die Hoffnung liegt, wie typisch für Richard Wagners Denken und Schaffen, in der Liebe.

Wie bereits die "Götterdämmerung" verbindet auch "Siegfried" die Dessauer Wagner-Tradition mit der klassischen Moderne des Bauhauses. Regisseur André Bücker schafft, gemeinsam mit Bühnenbildner Jan Steigert und Kostümbildnerin Suse Tobisch, eine bildgewaltige Inszenierung. Futuristisch wirkende Kostüme treffen auf zahlreiche optische und theatralische Elemente in der Tradition der historischen Bauhausbühne, beispielsweise großflächige Videoprojektionen von Frank Vetter und Michael Ott. Für die Premiere am Samstag um 18 Uhr sind noch einige wenige Restkarten an der Theaterkasse im Rathaus-Center, bei der Tourist-Information Roßlau sowie direkt im Anhaltischen Theater Dessau erhältlich.

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