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Eine Dame in Paris, © Arsenal
Eine Dame in Paris, © Arsenal

Kiez-Kino: "Eine Dame in Paris"

Veröffentlicht am Donnerstag, 02. Mai 2013

Als Haushälterin hat man es nicht leicht. Insbesondere dann, wenn die Arbeitgeberin alles Andere als dankbar ist, sondern im Gegenteil jede Gelegenheit nutzt, um den Alltag mit Boshaftigkeiten, Zynismus und Sabotage noch schwerer zu machen. Genau dieses Problem hat die aus Estland stammende Anne im Film "Eine Dame in Paris", der ab heute im Dessauer Kiez-Kino gezeigt wird.

Anne, Mutter zweiter erwachsener Kinder, kümmert sich aufopferungsvoll um ihre alte Mutter. Als diese eines Tages nicht unerwartet, aber plötzlich, verstirbt, steht Anne einsam und ohne Aufgabe da. Kurzerhand macht sie sich auf die weite Reise nach Paris, um dort der 80-jährigen Frida zu helfen. Diese stammt ebenfalls aus Lettland, möchte eigentlich gar keine Hilfe - und gibt sich auch alle Mühe, Anne das regelmäßig spüren zu lassen. Anne widerum will gebraucht werden, helfen und sich um andere Menschen kümmern. Und doch sollen es am Ende genau diese Reibungspunkte sein, die beiden Frauen helfen, ihren eigenen Weg zu finden.

"Ein Dame in Paris" ist mehr Kammerspiel als Kinofilm und lebt von den beiden großartigen Hauptdarstellerinnen. Die inzwischen 84-jährige Jeanne Moreau zeigt sich einmal mehr als eine der ganz großen Schauspielerinnen Frankreichs, Anne-Darstellerin Laine Mägi ist außerhalb Lettlands bisher fast unbekannt, was sich aber nun ändern dürfte. "Eine Dame in Paris" ist von heute bis nächsten Donnerstag, täglich außer am Sonntag, im Kiez-Kino Dessau zu sehen. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 17.30 Uhr und 20.30 Uhr.

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