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Protestaktion
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Magdeburger Landtag hört die Posaunen von Jericho

Veröffentlicht am Sonntag, 10. November 2013

Seit Freitag wird der Protest gegen die geplanten Kürzungen der Landesgierung in der Theaterlandschaft Sachsen-Anhalts weiter. Mitarbeiter der Bühnen Dessau, Eisleben und Halle sind in die Landeshauptstadt Magdeburg gereist, um auf dem Domplatz vor dem Landtag die biblische Geschichte der Stadt Jericho neu in Szene zu setzen.

Dort waren es die Israeliten, die die Mauern der Stadt zum Einsturz brachten, indem sie diese sechs Tage lang je ein Mal umrundeten - und am siebten und letzten Tag schließlich sieben Mal. Dazu bliesen sie ihre Posaunen. Instrumente, die nun auch in Magdeburg erklingen werden, allerdings nicht allein. Ihren Höhepunkt erreichen die Umrundungen am Donnerstag, dem 14. November, dem Termin der nächsten Landtagssitzung. Zur siebenfachen Umrundung des Hohen Hauses sind alle interessierten Bürger sowie Vertreter von Hochschulen und anderen Kultureinrichtungen herzlich eingeladen. Mitgebracht werden sollten Instrumente aller Spielarten, insbesondere aber Posaunen, Trompeten, Tuben und Hörner, mit denen die Mauern in den Herzen und Köpfen der sachsen-anhaltischen Politiker zum Einsturz gebracht werden sollen.

Begleitet wird die Aktion durch ein täglich wechselndes Flugblatt, das verschiedene Aspekte der Kulturpolitik des Landes mit der Symbolik der Zahl 7 verbindet. Denn dieses spielt schließlich nicht nur in der biblischen Geschichte eine wichtige Rolle, sondern kommt auch in der geplanten Sparsumme vor. Leider als Multiplikator des sachsen-anhaltischen Millionenspiels auf Kosten der Bühnen, wie die Initiatoren der Aktion betonen.

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