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September 2017
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Triennale der Moderne; Grafik: Veranstalter
Triennale der Moderne; Grafik: Veranstalter

Kiez-Kino: Sondervorstellungen zur "Triennale der Moderne"

Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Oktober 2013

Seit dem 27. September und noch bis 13. Oktober erinnern die drei Bauhausstädte Weimar, Berlin und Dessau an den 80. Jahrestag der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. Denn das verhängnisvolle Datum bedeutete auch das jähe Ende der damaligen Bauhausbewegung. Den Abschluss der "Triennale der Moderne" bildet an diesem Wochenende das "Labor der Moderne" in Dessau.

Mehr als 30 Veranstaltungen werden in einem umfassenden Kulturprogram angeboten, das von Ausstellungen über Vorträge bis zu Workshops und Führungen reicht. Dabei stehen sowohl die Errungenschaften und Spuren der Bauhäusler in Dessau im Fokus als auch die dunklen Kapitel der Stadt. Höhepunkt des Festwochenendes ist am 11. Oktober um 19.00 Uhr ein Vortrag von Daniel Libeskind. Der Star-Architekt referiert über die heutige Bedeutung der Bauhaus-Pioniere und spricht anschließend mit Landeskultusminister Stephan Dorgerloh und Philipp Oswalt, dem Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau.

Teil des Abschlusswochenendes sind auch zwei Sondervorstellungen im Dessauer Kiez-Kino. Am Freitag um 20.30 Uhr wird der DEFA-Spielfilm "Die Architekten" gezeigt, der so offen und schonungslos wie kein zweiter das politische System der DDR kritisiert. Bei seiner Premiere im Mai 1990 ging er aber fast völlig im Strudel der Wendezeit unter und fand gerade einmal knapp 5.000 Kinozuschauer. Ein echter Meilenstein der Filmgeschichte und Publikumsliebling ist dagegen "Mon oncle" von und mit Jacques Tati. Sein 1958 entstandener dritter Spielfilm um die Erlebnisse des Monsieur Hulot flimmert am Samstag ab 20.30 Uhr über die Leinwand des Kiez-Kinos.

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