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September 2017
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Ensemble "Voices of Ashkenaz"; © Foto: Veranstalter

So nah und doch so fern – "Voices of Ashkenaz"

Veröffentlicht am Sonntag, 29. September 2013

Mit dem Ensemble "Voices of Ashkenaz" erwartet Besucher der Marienkirche Dessau am 5. Oktober ein außergewöhnliches Konzerterlebnis. Die ukrainisch-israelischen, amerikanischen und deutschen Musiker haben sich auf ein Zusammentreffen zweier Kulturen spezialisiert, die sich sehr nah sind und doch oft sehr fern scheinen: der deutschen und der jiddischen.

Im Mittelpunkt des Konzertes stehen jiddische Lieder und ihre deutschen Parallelen, die ihren Ursprung beide im Deutschland des Mittelalters haben, das damals auf Hebräisch "Aschkenas" hieß. Spätestens ab dem 14. Jahrhundert wanderten zahlreiche deutsche Juden nach Osteuropa aus, was zu viel Austausch mit osteuropäischen Kulturen führte. Die deutschen und westjiddischen Volkslieder wanderten mit und entwickelten im Lauf der Jahrhunderte ein eigenes Leben. "Voices of Ashkenaz" bringt diese Lieder, zum Teil erstmals seit vielen hundert Jahren, wieder in einem Programm zusammen.

"Voices of Ashkenaz" besteht aus Thomas Fritze und Andreas Schmitges vom bekannten Klezmer-Trio "A Tickle in the Heart", der US-amerikanischen Violin-Virtuosin Deborah Strauss und der ukrainisch-israelischen Sängerin und Gitarristin Svetlana Kundish.

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