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Banklady; Foto: Studiocanal
Banklady; Foto: Studiocanal

"Banklady" im Kiez-Kino

Veröffentlicht am Donnerstag, 24. April 2014

Manchmal schreibt das Leben die unglaublichsten Krimis. Ein Beispiel dafür ist Gisela Werler, die in den 1960er Jahren als erste Bankräuberin Deutschlands für Schlagzeilen sorgte. Schnell wurde die geheimnisvolle "Banklady" zum Liebling der Boulevardpresse. Über die Jahrzehnte gerieten die Ereignisse in Vergessenheit, bis sie 1999 für eine Dokumentation wiederentdeckt wurden. Ab heute ist "Banklady" als actionreicher Spielfilm im Dessauer Kiez-Kino zu sehen.

Hamburg, Mitte der 1960er Jahre. Die 30-jährige Gisela Werler fristet in einer Tapetenfabrik ein eher trostloses Dasein. Das ändert sich schlagartig, als sie den Taxi-Unternehmer Hermann Wittorff kennenlernt. Denn schon bald stellt sich heraus, dass der charmante Mann nicht nur ihre große Liebe ist, sondern auch ein Bankräuber. Gisela verübt bald darauf ihren ersten eigenen Bankraub, gemeinsam mit ihrem späteren Ehemann werden es insgesamt ganze 19. Mit Perücke, Pelzmantel, Sonnenbrille und vorgehaltener Pistole fordert sie dabei stets höflich die Herausgabe von Bargeld. Während die Presse sich begeistert auf die Raubzüge der "Banklady" stürzt, kommt ihr auch ein eigens für sie abgestelltes Ermittler-Duo auf die Spur...

Regisseur Christian Alvart hat mit "Banklady" ein stimmiges 60er-Jahre-Ambiente geschaffen, in dessen Mittelpunkt das Gaunerpärchen steht,dem es immer wieder gelingt, die Polizei zu narren. Die moderne Version von Bonnie und Clyde bereitet dem heutigen Kinozuschauer dabei genauso viel Vergnügen wie der Boulevardpresse damals. "Banklady" wird heute um 17.30 und 20.30 Uhr im Kiez-Kino gezeigt. Weitere Vorstellungen gibt es von Montag bis Mittwoch zu den gleichen Startzeiten.

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