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Philomena; Foto: Universum
Philomena; Foto: Universum

Kiez-Kino zeigt "Philomena"

Veröffentlicht am Donnerstag, 17. April 2014

Eigentlich sind dem ehemaligen BBC-Reporter Martin Sixsmith menschelnde Geschichten zuwider. Aber mit seiner Karriere geht es bergab, und als er auf einer Party zufällig der fast 70-jährigen Philomena Lee begegnet, bildet das den Anfang einer außergewöhnlichen Reise. Denn Sixsmith begleitet Philomena auf der Suche nach ihrem Sohn, den sie vor genau 50 Jahren zur Adoption freigeben musste. Ab heute ist "Philomena" im Dessauer Kiez-Kino zu sehen.

Im streng katholischen Irland der 1950er Jahre galten unverheiratete Mütter noch als schwere Sünderinnen. Als Philomena einen Jungen zur Welt bringt, wird ihr dieser daher umgehend weggenommen und zur Adoption freigegeben. Philomena selbst wird in ein Kloster gesperrt, wo sie vier Jahre lang, sieben Tage die Woche, Zwangsarbeit leistet. Neben der Buße für ihre Sünden soll sie damit auch die Kosten für die Entbindung begleichen. Nach der Entlassung aus dem Kloster beginnt sie ein neues Leben als Krankenschwester, verschweigt ihr Geheimnis gegenüber ihrer später geborenen Tochter und allen anderen Menschen, muss aber täglich an ihren Erstgeborenen, den sie Anthony nannte, denken. An Anthonys 50. Geburtstag beschließt sie, ihr Schweigen zu brechen und sich auf die Suche nach ihrem verlorenen Sohn zu machen.

Der britische Regisseur Stephen Frears widmet sich nach dem oscargekrönten Film "Die Queen" mit "Philomena" erneut einer wahren Geschichte. Grundlage war das Buch "The Lost Child of Philomena Lee" von Martin Sixsmith. Besonders sehenswert wird der Film, der seit seiner Premiere mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, durch das Zusammenspiel der Hauptfiguren, dargestellt von Judy Dench und Steve Coogan. "Philomena" flimmert ab heute bis kommenden Mittwoch jeweils um 17.30 und 20.30 Uhr über die Kiez-Kino-Leinwand. Am Sonntag gibt es keine Vorstellung.

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