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September 2017
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LEO Tagestipp
Olaf Schuber
Olaf Schuber "SO!"© Veranstalter

Olaf Schubert in Wittenberg

Veröffentlicht am Donnerstag, 21. August 2014

Quietschbunter Pollunder, schütteres Haar auf hagerer Gestalt, leichtes Sächseln und eine mit krampfhafter Lässigkeit überspielte Unsicherheit – Merkmale, die schon für sich genommen eher gegen eine öffentliche Karriere sprechen. Es sei denn, man vereint sie alle in einer Person, nennt sich Olaf Schubert und macht aus ihnen das Fundament einer Karriere. Am 22. August ist der erfolgreichste Comedystar Ostdeutschlands mit „So!“ zu Gast in Wittenberg.

Was haben Sie sich für den Open-Air-Abend vorgenommen?

Olaf Schubert: Nun – so viele Menschen wie möglich mit meinen unschlagbaren Argumenten zu überzeugen. Sie fürderhin zu begeistern und in völlige Ekstase zu treiben. Quasi eine lokale Euphoriewelle losbrechen, die den Gewinn eines Fußballpokals in den Schatten stellt. Mal sehen, wie es läuft. Vielleicht plaudern wir alle auch nur nett miteinander und legen uns dann auf die Wiese.

Haben Sie als unverbesserlicher Weltverbesserer eine besondere Beziehung zum Reformator Martin Luther und seiner Heimatstadt?

Olaf Schubert: Natürlich, denn auch ich bin Reformator. Als ich jung war, schlug ich wie Luther meine Thesen an einen Wartburg. Obendrein treffe ich mich, immer wenn ich in Wittenberg bin, mit Luthers Nachfahren – Sandy und Mirko Luther.

Sie sind diesmal sozusagen in Heimatnähe aktiv, sonst aber auch sehr häufig in ganz Deutschland zu erleben.Was ist das Geheimnis Ihres Erfolges als beliebtester Comedian Ostdeutschlands?

Olaf Schubert: Da gibt es kein Geheimnis. Es gibt ja auch keinen Erfolg. Ich bin ja auch kein Comedian. Ich bin ja Mittler zwischen Kunst und Sozialabbau.

Sie waren anlässlich der IBA 2010 mit einem Kamerateam in Dessau-Roßlau zu Gast, um für die „Heute-Show“ über den Schrumpfungsprozess zu berichten. Welche neuen Erkenntnisse haben Sie seitdem gewonnen?

Olaf Schubert: Venedig sinkt – Bukarest siecht – Dessau schrumpft – aber immerhin kontrolliert. Das Ruhrgebiet schrumpft auch – aber unkontrolliert. Eigentlich ist Schrumpfung ja negatives Wachstum. Schrumpfen klingt nur einfach besser.

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