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Ähm...
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Dimensions of "Pause"

Veröffentlicht am Mittwoch, 26. November 2014

Designer überraschen. Sie gehen kreativ mit aktuellen Problemen um. Doch was jetzt? Ist das große Ähm… Ausdruck der Ratlosigkeit und des Stillstandes. Professoren, Mitarbeiter und Studenten des Fachbereichs Design der Hochschule Anhalt sehen das nicht so. Sie laden am 9. Dezember ab 9 Uhr zu Dimensions of PAUSE ins Bauhaus ein.

Im Bauhaus weiß man um die Besonderheit des Themas. Dennoch lassen Studenten, Wissenschaftler und Künstler die Pause hoch leben. Keine Bange. Sie legen die Beine nicht hoch. Sie diskutieren breit, wollen Augen, Ohren und Herzen fürs Neue öffnen. „Eingeladen sind alle. Dimensions sind immer für jedermann zugänglich“, sagt Alexander Lech vom Organisationsteam. Seit 2006 gibt es die Dimensions. Im Mittelpunkt standen MOBILITY, FAKE, HEIMAT, ARBEIT, LIEBE, STADT, VERÄNDERUNG und RAUM. Jetzt es Zeit für die PAUSE.

Pause ist bewusst gewählt. Sie ist auf Englisch der klassische Break. Ein Innehalten. Aber auch ein Ausdruck für den Bruch. Für die Bereitschaft, mit Gewohnheiten zu brechen, alte Zöpfe abzuschneiden und neue Wege einzuschlagen. Muss der Designer wirklich der Sklave der Industrie sein, zu dem er viel zu oft verkommen ist in der Vergangenheit? In Dessau sieht man es anders. Der Designer soll sich auf seine kreative Kraft besinnen. Er soll antreiben, Ideen liefern. Die Pause verändert. „Lässt man in der Musik nur eine Note weg, ist alles anders“, erinnert Alexander Lech. Die Professoren Brigitte Hartwig und Gerald Christ gehen weiter. „Pause bezeichnet das kurze Innehalten, einen genussvollen Moment der Ruhe, aber auch die quälende Zeit des Wartens. Oder eine Pause, die wir gar nicht wollten und die uns zum Innehalten zwingt.“ Pausen und Leerstellen in Sprache, Musik, Gestaltung, Dramaturgie bringen die Umgebung zum Leuchten. Sie helfen, den Sinn zu erschließen.

Dimensions of PAUSE wird breit diskutiert. Eingeladen ist unter anderen Florian Pfeffer. Der Autor hinterfragt die neue Rolle der Gestaltung. Lena Marie Milow erlebte eine ganz andere Pause. Das Burn out wurde zum großen Bruch ihres Lebens. Der Frieden ist die Pause zwischen den Kriegen. Auch das ist eine Sicht auf die Welt. Auf dem Podium erscheint mit Phillip von Recklinghausen ein Fotograf und Kriegsreporter.

Wissenschaftler, Künstler, Studenten, Neugierige diskutieren. Und dann? „Natürlich ist nach den Vorträgen nicht alles vorbei“, verspricht Alexander Lech. Die Pause ist zum Luftholen da. Am Abend steigt wie gewohnt die finale Dimensions-Party.

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