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Paddler beim Elbebadefest 2012.
Paddler beim Elbebadefest 2012.© Veranstalter

Elbebadefest wird fortgesetzt

Veröffentlicht am Freitag, 23. Mai 2014

Am 11. Juni 2013 sitzen sieben, acht irgendwo in Dessau zusammen. Es ist eine lockere Gruppe, die sich in den Monaten zuvor immer wieder getroffen hat, um das Elbebadefest vorzubereiten. An diesem Abend nun soll die Entscheidung fallen: Weitermachen oder die Vorbereitungen stoppen? Nach einer Stunde ist die Entscheidung gefallen: Wegen der Flut und ihren Folgen wird es kein Elbebadefest geben.

Ein Jahr später hoffen die Akteure vom Freundeskreis Flussbaden auf weniger Wasser in der Elbe, um am 29. Juni wieder tausende Gäste an die Ufer der Elbe zu einem Familienfest einladen zu können. Das Programm startet allerdings schon am Abend zuvor mit einem Flusskino-Abend an der großen Eiche im Leopoldshafen. Und wie stets wird auch in diesem Jahr das Wasser ein Hauptakteur des Films sein: In dem Fantasy-Film „Beast of the Southern Wild“ bricht eine Flut über ein Mississippi-Dorf hinein und macht eine Neunjährige zur Heldin.

Der Sonntag beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst, bevor um 13 Uhr das Fest beginnt. Dann wird der Markt auf der Uferpromenade eröffnen, kann das Boot der Wasserschutzpolizei besichtigt werden oder können Kinder ihr Geschick beim Zirkus Raxli-Faxli vom Kiez testen. Um 13.30 Uhr beginnen mit einem Bootskorso die Aktionen auf dem Wasser. Das Technische Hilfswerk wird einen Übersetzservice aufs andere Elbufer anbieten, wo eine Badestelle eingerichtet ist und eine Strandbar einlädt. Eine begrenzte Zahl von Teilnehmern kann, begleitet von der DRK-Wasserwacht, auch die Elbe schwimmend durchqueren – ein immer noch besonderes und ganz anderes Erlebnis als das Baden in einem Freibad oder See.

Zum Elbe-Rossel-Cup, dem vom Elbufercamp unterstützen Drachenbootrennen auf der Elbe, haben sich inzwischen die ersten Teams angesagt, die sich einen harten Kampf um den Wanderpokal liefern werden. Nicht zuletzt stellt sich unser Team „LEO & Friends“ dem Projekt Titelverteidigung. Und noch einen zweiten sportlichen Wettbewerb wird es geben: Der Dessauer Thomas Richter organisiert ein Rennen auf Stand-up-Paddleboards – und zwar stromauf. Das, sagt er, habe es noch nie gegeben und verspricht, dass auch Top-Stand-Up-Paddler am Start sein werden.

Doch auch jenseits sportlicher Wettbewerbe wird keine Langeweile ausbrechen. Wer will, kann zum Beispiel eine Wanderung zur Kläranlage unternehmen, um von den dortigen Faultürmen den Blick auf die Elbelandschaft zu genießen. Der Wallwitzburgverein bietet ein Ziegenpicknick an – was immer auch darunter zu verstehen ist. Vereine wie der WWF oder der Förderverein Naturkundemuseum warten mit Informationen über die Elbe und die Natur auf, die Junkers-Paddler wollen zeigen, dass Kajakfahren auch eine Ballsportart sein kann.

Inmitten der Angebote werden immer wieder kleine Musikgruppen zu sehen und hören sein, die ganz unterschiedliche Stilrichtungen bedienen, wird ein reichlich schwatzhafter Drache unterwegs sein oder Stelzenläufer sich das Treiben von oben ansehen. Gegen 17 Uhr wird dann das Fest ausklingen.

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