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Lauf Junge Lauf; Foto: NFP
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"Lauf Junge Lauf" im Kiez Kino

Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Mai 2014

Im Dessauer Kiez-Kino ist ab heute das Drama "Lauf Junge Lauf" zu sehen. Darin erzählt Regisseur Pepe Danquart die wahre Geschichte des jüdischen Jungen Skrulik, dem 1942 die Flucht aus dem Warschauer Ghetto gelingt. Doch das ist erst der Beginn seiner Odyssee durch das von den Nazis besetzte Polen.

Denn die gelungene Flucht bringt Skrulik längst nicht in Sicherheit. Tag für Tag streift er durch die Wälder und Ortschaften Polens, nie wissend, ob er die nächste kalte Nacht überlebt oder ob Menschen, die ihm begegnen, Helfer in der Not oder Helfershelfer der Besatzer sind. Doch immer wieder findet Skrulik Menschen, die selbst alles verloren haben oder bereit sind, alles zu riskieren, um das Kind zu schützen. Von einer Bäuerin lernt er, die Rolle eines katholischen Waisenjungen zu spielen. Und der Neunjährige, der sich nun Jurek nennt, schafft das scheinbar Unmögliche.

Regisseur Pepe Danquart widmete sich in den letzten Jahren in erster Linie vielbeachteten Dokumentationen über Tour-de-France-Fahrer, Bergsteiger oder den Politiker Joschka Fischer. Mit "Lauf Junge Lauf" erzählt er in gewohnt eindrucksvollen Bildern der Lebensgeschichte von Yoram Friedman, die Vorlage für den Jugendbuch-Bestseller von Uri Orlev war. Und das Friedman am Ende des Films selbst zu Wort kommt, lässt Spielfilm und Dokumentation miteinander verschmelzen. "Lauf Junge Lauf" wird ab heute bis Mittwoch jeweils um 17.30 Uhr und 20.30 Uhr im Kiez-Kino gezeigt. Am Sonntag gibt es keine Vorstellungen.

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