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Vor dem Start der ersten Flüssigtreibstoffrakete in Groß Kühnau, Dessau 1931
Vor dem Start der ersten Flüssigtreibstoffrakete in Groß Kühnau, Dessau 1931© Stadtarchiv Dessau-Roßlau

Ausstellung im Stadtarchiv bis zum 13. Mai

Veröffentlicht am Donnerstag, 23. April 2015

Eigentlich wollte Johannes Winkler Maschinenbauer werden. Stattdessen wurde er zu einem der wichtigsten Grundlagenforscher der Raketentechnik - und gleichzeitig zum wohl unbekanntesten. Noch bis zum 13. Mai widmet sich eine durch den Berliner Reinhard Sagner erarbeitete Ausstellung dem fast vergessenen Raketenspezialisten der Dessauer Junkerswerke.

Johannes Winkler war 1927 Herausgeber der Zeitschrift "Die Rakete", gründete den erfolgreichen Verein für Raketentechnik und Raumfahrt und startete in Dessau die erste europäische Flüssigkeitsrakete. Bekannt ist er für seine systematische Forschungsarbeit bei den Junkerswerken. Viele seiner Erkenntnisse gelangten jedoch lange nicht an die Öffentlichkeit, da sie von 1929 bis 1945 fast ununterbrochen der Geheimhaltung unterlagen. Schon 1928 veröffentlichte er die Idee, innerhalb einer Raketenstufe mehrere Triebwerke zu bündeln, seine Überlegungen zur Feinzerstäubung der Treibstoffe können als Grundlage aller modernen Flüssigraketen dienen.

Ab 30. Mai wird im Dessauer Technik-Museum "Hugo Junkers" eine neue Dauerausstellung über Johannes Winkler zu erleben sein. Die Kurzausstellung im Stadtarchiv zeigt einige Dokumente, die dort nicht gezeigt werden. Die aktuelle Untersuchung des technischen Erbes von Johannes Winkler, die von seinen Nachfahren, von Bernd Junkers sowie bundesweit von Raketenhistorikern unterstützt, soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. Mitstreiter sind jederzeit willkommen.

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