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An der Jonitzer Mühle, einem Tor zum Gartenreich, produziert Rüdiger Zühlke Strom für ca. 400 Haushalte.
An der Jonitzer Mühle, einem Tor zum Gartenreich, produziert Rüdiger Zühlke Strom für ca. 400 Haushalte.© Christoph Petras, © Stiftung Bauhaus Dessau

Die Energie der Zukunft

Veröffentlicht am Mittwoch, 22. April 2015

Wenn etwas „Avantgarde“ ist, dann ist es seiner Zeit voraus, setzt es Trends, nimmt eine Vorreiterrolle ein. In der Region Anhalt-Wittenberg ist das in der Vergangenheit schon mehrfach gelungen, man denke nur an die Reformation, die Zeit der Aufklärung oder die Ursprünge der Moderne in Architektur und Design. Der Verein „Energieavantgarde Anhalt“ will nun erneut ein Beispiel schaffen, das bisher nicht nur deutschlandweit einmalig ist.

Die Energiewende ist seit einigen Jahren in aller Munde. Die fossilen Energieträger wie Kohle oder Öl sind endlich und noch dazu eine Hauptursache für weltweite Umweltverschmutzung und -zerstörung. Windkraftanlagen, Solarenergie und Co. gewinnen immer mehr Bedeutung – bisher aber stets in Form kleiner oder großer Einzelvorhaben. Bereits 2012 ergriffen die Stiftung Bauhaus Dessau und die Ferropolis GmbH die Initiative zur „Energieavantgarde Anhalt“. Entstanden ist ein Akteursbündnis, dass die Energiewende konsequent vorantreiben will. Anfang des Jahres wurde der gleichnamige Verein gegründet, dem regionale Energieversorger ebenso angehören wie Umweltverbände, Forschungseinrichtungen, Vereine und zahlreichen Privatpersonen. Das erklärte Ziel des Netzwerks ist hoch gesteckt: in der Region Anhalt-Wittenberg soll in Zusammenarbeit mit nationalen und europäischen Partnern ein zukunftsfähiges Energiesystem entstehen, das perspektivisch 400.000 Einwohner durch eine regionalisierte und ökologische Energieerzeugung versorgt. Zudem soll eine Kultur des Energiesparens und der Energieeffizienz etabliert werden. Darüber, wie dieser Plan gelingen und wie sich jeder Einzelne daran beteiligen kann, wird am 25. April beim „Tag der Energieavantgarde“ informiert. Auf einer Messe für Energie, Mobilität und Umwelt stellen sich im Bauhaus nicht nur die regionalen Akteure vor, sondern auch weitere Fachleute. Bereits am Vorabend wird der Aktionstag im Umweltbundesamt eröffnet. Zudem wird es am 25. April vier Exkursionen geben, die per Bus, Fahrrad oder zu Fuß Einblicke in schon jetzt existierende Projekte und zukünftige Vorhaben geben. Start aller Touren ist um 10 Uhr das Bauhaus, die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung unter der Telefonnummer 03 40 – 650 84 94 aber dringend erforderlich.

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