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Dezember 2017
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LEO Tagestipp
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Ganz in Familie

Veröffentlicht am Montag, 27. April 2015

Der Beatclub ist tot, es lebe der Beatclub! Eigentlich hatte die Dessauer Party-Institution am 11. April zu ihrer letzten Veranstaltung vor der Schließung eingeladen. Und eigentlich ist der Club auch tatsächlich geschlossen, unabhängig von den nach wie vor laufenden Rettungs- bzw. Wiederbelebungsversuchen. Aber das hält die Betreiber vom Förderverein Junger Musiker natürlich nicht davon ab, längst gegebene Versprechen einzulösen und beliebte Traditionen fortzusetzen: am 30. Mai versammeln sich auf dem Parkplatz in der Wörlitzer Allee wieder die „Dessau Allstars“.

Eine Art Familientreffen mit Festivalcharakter war bereits das erste „Dessau Allstars“, zu dem 2003 am damaligen Thomas-Münzer-Club eingeladen wurde. Eine denkwürdige Veranstaltung, die nicht ohne Fortsetzung bleiben durfte. Drei Mal war inzwischen der Beatclub Gastgeber, nun sammeln sich erneut zahlreiche Bands aus der Region, um gemeinsam mit ihren Fans zu feiern. Alte Hasen treffen in echter Festivalkulisse auf junge Nachwuchsbands, eine große Bühne, Merchandise-, Essen- und Getränkestände gehören ebenso dazu. Nur eines ist nicht mit den großen, kommerziellen Festivals vergleichbar: der Eintrittspreis. „Wir halten von Beginn an einen Preis von schmalen 5 Euro, denn wir wollen nicht nur die Musiker motivieren, ihren künstlerischen Weg weiter zu verfolgen, sondern auch junge Leute aus der Stadt und dem Umland für Musik, für diese Kultur begeistern. Gewinn steht da echt nicht im Fokus.“, betont Organisator Nils Sackewitz.

Und auch wenn das 5. „Dessau Allstars“ für regelmäßige Besucher ein Wiedersehen mit alten Bekannten werden dürfte, frei von Überraschungen wird es ganz bestimmt nicht. Die regionale Bandlandschaft hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Viele Musiker stehen in diesem Jahr mit neuen Projekten auf der Bühne, zudem ist die musikalische Vielfalt der Szene und damit auch des Festivals deutlich gewachsen. Wo sonst Hardcore-Bands regierten, gibt es nun auch Metal im Rammstein-Stil mit „Herren“, Ska-Punk mit „Hörinfarkt“, Pop-Punk mit „Storyteller“ und noch viel mehr. Insgesamt zwölf Band werden erwartet, Tickets gibt es erstmals auch online. Die kosten zwar 50 Cent mehr, kommen dafür aber mit einem Getränkegutschein und garantieren das Eintrittsbändchen, das aufgrund der großen Nachfrage sonst knapp werden könnte.

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