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LEO Tagestipp
Festivalleiter Frank Salender aus Magdeburg freut sich über das kleine Jubiläum der Filmkunsttage Sachsen-Anhalt. Bereits zum fünten Mal touren die Filmkunsttage durchs Land und vergeben in sechs Kategorien Filmkunstpreise. Im Netzwerk von 10 Städten (Aschersleben, Burg, Dessau, Genthin, Halle, Magdeburg, Merseburg, Quedlinburg, Salzwedel und Stendal) versucht das Festival die Auswertungsmöglichkeiten für die Filmkunst im Lande zu erhalten und der Kino- und Filmkultur einen jährlichen Höhepunkt zu geben.
Festivalleiter Frank Salender aus Magdeburg freut sich über das kleine Jubiläum der Filmkunsttage Sachsen-Anhalt. Bereits zum fünten Mal touren die Filmkunsttage durchs Land und vergeben in sechs Kategorien Filmkunstpreise. Im Netzwerk von 10 Städten (Aschersleben, Burg, Dessau, Genthin, Halle, Magdeburg, Merseburg, Quedlinburg, Salzwedel und Stendal) versucht das Festival die Auswertungsmöglichkeiten für die Filmkunst im Lande zu erhalten und der Kino- und Filmkultur einen jährlichen Höhepunkt zu geben.© Hans-Wulf Kunze

5. Filmkunsttage Sachsen Anhalt

Veröffentlicht am Mittwoch, 23. September 2015

Die Filmkunsttage Sachsen-Anhalt begehen in diesem Jahr ein kleines Jubiläum. Bereits zum fünften Mal ist das Festival in insgesamt zehn Städten unseres Bundeslandes zu erleben, erneut werden in sechs Kategorien Filmkunstpreise vergeben. Die Filmkunsttage gelten als Aushängeschild des Filmlandes Sachsen-Anhalt und stehen unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Rainer Robra und unter der Leitung von Frank Salender, der die Veranstaltungsreihe 2011 maßgeblich ins Leben rief.

Ein Preisträger der 5. Filmkunsttage steht bereits vor Beginn des Festivals fest: Gojko Miti?. Anlässlich seines 75. Geburtstages wird der Schauspieler, der als „Winnetou des Ostens“ Generationen von DDR-Kinofans begeisterte, durch den Ministerpräsidenten mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Ansonsten bleibt es aber wie in jedem Jahr spannend. In den zwei Wettbewerben Lang- und Kurzfilm konkurrieren jeweils sechs Filme um den Hauptpreis. Durch den neu ausgelobten Preis der Evangelischen Jugend erhöht sich das Preisgeld des Festivals auf insgesamt 7.500 Euro. Abgerundet wird das Programm durch eine Werkschau des renommierten Mischtonmeisters Ansgar Frerich, ein Kinder- und Jugendprogramm, Stummfilmklassiker und ausgesuchte nationale und internationale Filmkunst.

Dass die Filmkunsttage diese Vielfalt nicht auf einen Ort konzentrieren, wie es beispielsweise die „Berlinale“ tut, war von Anfang an Intention der Veranstalter: „Das Wichtigste, wenn man über ein Festival nachdenkt, ist unter anderem die Suche nach einem roten Faden. Ein Filmfestival in der Fläche eines Bundeslandes ist bisher einmalig.“, so Festivalleiter Frank Salender.

Ziel des Festivals war es von Anfang an auch, für die Spielstätten für Filmkunst im Land zu werben und sie zu erhalten. Folgerichtig beteiligt sich das Kiez-Kino Dessau in diesem Jahr mit mehreren Beiträgen am 16. und 17. Oktober bereits zum vierten Mal an den Filmkunsttagen. Den bildgewaltigen Auftakt bildet am Freitag um 17.30 Uhr Peter Greenaways „Eisenstein in Guanajuato“. Der Film schildert die Erlebnisse des legendären russischen Regisseurs in Mexico, die ihn nicht nur künstlerisch verändern, sondern ihn auch seine Homosexualität entdecken lassen.

Am Freitagabend folgt dann auch gleich der Höhepunkt der beiden Festivaltage: ab 20.30 Uhr werden sechs Kurzfilme aus deutscher Produktion gezeigt, die im diesjährigen Wettbewerb zur Wahl stehen. Das Dessauer Publikum stimmt mit über den Preisträger ab, der Sachleistungen der ARRI Media GmbH im Wert von 2.500 Euro erhält.

Aus dem Wettbewerb Langfilm wird am 17. Oktober um 20.30 Uhr Axel Ranisch‘s „Alki Alki“ zu sehen sein. Die Tragikomödie um eine Alkoholiker, der seinen „besten Freund“, die Flasche, nicht los wird, lässt nach „Ich fühl mich Disco“ ihren Darstellern wie Thorsten Merten, Christina Große oder Iris Berben erneut viel Raum für offenes Spiel.

Spannend wird es bereits um 17.30 Uhr mit der Dokumentation „Staatsdiener“ von Marie Wilke, die als Beitrag aus der Sektion „Panorama Sachsen-Anhalt“ gezeigt wird. Der Film begleitet Studenten der Polizeischule Sachsen-Anhalt bei ihrem ersten Studienjahr und beim Praktikum auf Streife. Der seltene und unzensierte Blick hinter die Kulissen des Polizeialltags zeigt junge Menschen, die in ihre neue Rolle hineinwachsen – aber auch an der harten Realität auf der Straße scheitern.

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