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Dezember 2017
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LEO Tagestipp
Renaissancetanzball im Alten Rathaus
Renaissancetanzball im Alten Rathaus© Veranstalter

10 Jahre musikalisches Mittelalter

Veröffentlicht am Donnerstag, 24. September 2015

Das Wittenberger Renaissance Musikfestival feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen. In der Reformationswoche vom 23. Oktober bis 1. November wird in der Lutherstadt unter dem Motto „Musik ist Malerei, Malerei ist Musik“ erneut die reiche Musikkultur des 16. Jahrhunderts im Mittelpunkt stehen. Mit dem Titel verweisen die Organisatoren nicht nur auf die inspirierende Wirkung, die Musik und bildende Kunst verbindet, sondern auch auf das aktuelle Cranach-Jahr.

Insgesamt werden zur Jubiläumsausgabe elf Konzerte, neun Workshops für Instrumentalspiel und Tanz, ein Renaissancetanzball und eine Instrumentenausstellung angeboten. Seinen musikalischen Höhepunkt markiert das Wittenberger Renaissance Musikfestival bereits mit dem Eröffnungskonzert am 23. Oktober. Zu Gast ist dort die weltweit gefeierte und mit dem „ECHO Klassik“ ausgezeichnete Lautenistin Christina Pluhar mit ihrem Ensemble „L'Arpeggiata“. Im Konzert trifft spanische Barockmusik auf die traditionellen Klänge Südamerikas. Lateinamerikanisch wird es auch drei Tage später mit dem niederländischen Spezialensemble „Musica Temprana“.

Am 1. November verspricht das Ensemble „Unicorn“ aus Österreich eine spannende und virtuose Reise durch die Welt der Mittelalterlichen Musik. In der erfolgreichen Reihe der Nachwuchsmusiker sind am 25. Oktober die Jugendmusiziergruppe „Michael Praetorius“ aus Leipzig und am 27. Oktober die Lokalmatatoren des „Praetorius Consort“ aus Wittenberg zu erleben. Und selbstverständlich lassen es sich auch die Gastgeber des Festivals, die „Wittenberger Hofkapelle“, nicht nehmen, musikalisch in Erscheinung zu treten: in drei Konzerten begleiten sie unter anderem die Feierlichkeiten zum Reformationstag.

Daran, dass auch die Geburtstagsausgabe des Renaissance Musikfestivals ein Erfolg wird, hat der künstlerische Leiter Thomas Höhne wenig Zweifel: „Die Tatsache, dass die Leute in diesem Jahr schon sehr frühzeitig begonnen haben, ihre Karten zu reservieren und sich für die Workshops anzumelden, zeigt, dass das Festival sein Publikum findet und viele Gäste auch immer wieder kommen.“, gibt er sich zuversichtlich. Der Lautenist Thomas Höhne hatte das Festival 2006 selbst aus der Taufe gehoben, um die Vielseitigkeit der Renaissancemusik zu präsentieren und das Musizieren auf Originalinstrumenten zu pflegen – und das ganz offensichtlich mit Erfolg.

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