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Die Französische Filmwoche vom 6. bis 13. April im Kiez Kino
Die Französische Filmwoche vom 6. bis 13. April im Kiez Kino© Französische Filmwoche Sachsen-Anhalt

Die aufregende Welt des französischen Films

Veröffentlicht am Mittwoch, 23. Mrz 2016

Zum dritten Mal öffnet die Französische Filmwoche Sachsen-Anhalt ein Fenster auf die spannenden Filmgeschichten unseres Nachbarlandes. Die Filme sind hochaktuell, haben eben erst den Kinostart hinter sich oder, im Fall der Vorpremieren, noch vor sich.

Sechs Kinos in Magdeburg, Halle und Dessau sind mit dabei. Unter RegisseurInnen wie Schauspieler-Innen tummeln sich etliche Stars: Dany Boon, Audrey Tautou, Michel Gondry oder Julie Delpy, um nur ein paar zu nennen. Die Eröffnung des Filmfestes findet am 6. April im Kiez-Kino in Dessau statt. LEO hat sich vorab mit Festivalleiter Christoph Hackel über die Leidenschaft fürs französische Kino und die Herausforderungen bei der Organsiationen eines solchen Filmfestes unterhalten.*

Seit nunmehr drei Jahren gibt es das Festival des französischen Films, wie wurde die Idee dazu geboren?
c. hackel: Die Idee beruht auf einer Anregung des damaligen Beauftragten für deutsch-französische Angelegenheiten in Sachsen-Anhalt, Herr De Winter. In Anlehnung an die Französischen Filmtage in anderen Städten wurden im Jahr 2014 erstmals die Französischen Filmwochen Sachsen-Anhalt veranstaltet. Und da wir, der ARTist! e.V., die FRANKO.FOLIE! – Französische Tage in Magdeburg organisieren, war der Weg somit ein kurzer.

Holt ihr euch auch Inspiration bei anderen Festivals, um die Französische Filmwoche weiter zu festigen und auszubauen?
c. hackel: Wir schauen schon, was andere französische Filmwochen in Deutschland präsentieren. Wir wollen uns weiterentwickeln und jedes Jahr aufs Neue eine Art der Bestandsaufnahme des französischen Kinos anbieten und den Bogen zwischen Gegenwartskino und bedeutenden Werken der Filmgeschichte spannen.

Die Französische Filmwoche ist fast nur in kleinen Kinos zu sehen und kaum in großen Häusern, woran liegt das?
c. hackel: Das liegt vorrangig am Interesse der „kleinen“ Kinos. Der französische Film zählt auch außerhalb der Filmwoche zum festen Bestandteil der Programme dieser Kinos und hier lassen sich auch Mut und Wagnis finden, Filme im Original mit Untertiteln zu spielen.

Filmgespräche nehmen zu Festivals einen ganz besonderen Stellenwert ein, welche Bedeutung haben sie zur Französischen Filmwoche?
c. hackel: Unser Bestreben ist es, dass die Französische Filmwoche etwas mehr bietet als „nur“ den Filmgenuss. Wann hat man sonst die Möglichkeit, einen Regisseur oder eine Regisseurin aus Frankreich einzuladen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen? In diesem Jahr besteht die Möglichkeit, Nathalie David, Regisseurin von „Villa Flora“, kennenzulernen oder aber mit der Abteilungsleiterin für Medien, Fernsehen und Film in der französischen Botschaft, Emilie Boucheteil, zu diskutieren.

Was können die frankophilen Kinofreunde in diesem Jahr erleben und was sind eure persönlichen Highlights?
c. hackel: Wenn innerhalb von acht Tagen 88 Kinovorstellungen mit 26 unterschiedlichen Filmen an sechs Orten zu sehen sind, fällt es selbstverständlich schwer, einen oder mehrere Filme herauszuheben. Mit „Mustang“ und „Der Wert des Menschen“ stehen die Gewinner des französischen Filmpreises César im Programm und in einer Retrospektive schauen wir in die Filmgeschichte unseres Nachbarlandes.

Neben viel Eigenleistung benötigt auch ein kleines Festival wie die Französische Filmwoche mit Sicherheit Unterstützung, könnt ihr euch dabei auf starke Schultern stützen?
c. hackel: Ohne die Zusammenarbeit der Kinos in Dessau, Halle und Magdeburg wäre die Festival überhaupt nicht möglich. Ebenso wenig wie ohne die finanzielle Unterstützung durch das Institut français Sachsen-Anhalt, die Staatskanzlei Sachsen-Anhalt und die Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt. Und es bleibt nicht zu vergessen: ohne das Publikum in den drei Städten kann es keine Französische Filmwoche geben!

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