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Generalinterndant Johannes Weigand und sein Team stellen das Programm der Spielzeit 2016/17 vor.
Generalinterndant Johannes Weigand und sein Team stellen das Programm der Spielzeit 2016/17 vor.© LEO

Märchenhaftes trifft auf aktuelle Themen

Veröffentlicht am Dienstag, 24. Mai 2016

Das Anhaltische Theater Dessau gab am Dienstag Ausblicke in seine kommende Spielzeit. Die 222. Saison der größte Bühne Sachsen-Anhalts steht einerseits im Zeichen des 250. Geburtstages der Anhaltischen Philharmonie, wird sich andererseits aber auch quer durch alle Sparten dem aktuellen Thema des "Fremden" in allen Spielarten und Erscheinungsformen widmen. Märchenhafte Stoffe, Klassiker aus Musik und Schauspiel und ein Wiedersehen mit beliebten Inszenierungen kommen aber ebenfalls nicht zu kurz.

Für Generalintendant Johannes Weigand ist die Spielzeit 2016/2017 die zweite in seiner Funktion, einige Mitstreiter, die am Dienstag mit ihm im Podium saßen, geben ab September aber ihren offiziellen Einstand. Generalmusikdirektor Markus L. Frank kennt die Dessauer Bühne zwar schon intensiv durch seine Zeit als 1. Kapellmeister von 2003 bis 2008, zeigte sich in der Runde aber sehr begeistert, wieder "in die alte Heimat" zurückzukehren. Schauspieldirektorin Almut Fischer, musste ebenfalls nicht lange über das Angebot nachdenken: "Ich habe schon als Gast die offene und kreative Atmosphäre dieses Hauses kennen und schätzen gelernt." Ballettdirektor Tomasz Kajdanski und Operndirektor Felix Losert sind dagegen schon „alte Hasen“, gehen aber mit ebenso viel Elan in die neue Spielzeit.

Passend zum Orchesterjubiläum wird die Konzertsaison am 10. September mit einem großen Festkonzert eröffnet. Auch die acht Sinfoniekonzerte der Spielzeit sind dem Geburtstag gewidmet und enthalten jeweils mindestens ein Werk, das in direktem Bezug zum Orchester steht. Musiktheater, Schauspiel, Ballett und Puppentheater warten mit insgesamt 23 Premieren auf, beginnend bei Wagners "Der fliegende Holländer", über die Oper "Hänsel und Gretel" oder den Klassiker „Faust. Der Tragödie erster Teil“ bis zum Weihnachtsmärchen „Das Dschungelbuch“. Die Operette "Lady Hamilton" widmet sich ab Januar im Nachgang der Wörlitzer Ausstellung der schillerndsten Persönlichkeit der Goethezeit.

Das Theaterprojekt "Das Fremde – so nah" bringt Dessauer mit syrischen Jugendlichen zusammen – eine von mehreren Inszenierungen, mit denen das Anhaltischen Theater das Thema "Fremde" aufgreift. Und ein Beispiel von vielen, wie es noch mehr auf die Stadt und ihre Bewohner zugehen will. "Die Dessauer sollen nicht nur Zuschauer sein, sondern auch als Akteure beteiligt werden.", so Almut Fischer. Das Alte Theater wird in Zukunft noch mehr zur Bühne für zeitgenössische Werke, Klassiker und große Stücke bleiben dem Großen Haus vorbehalten. Im Ballett bereitet Tomasz Kajdanski mit seinen Künstlern "Schneewittchen und die sieben Zwerge" vor – als großen Ballettabend für die ganze Familie, mit eigens dafür komponierten Ragtime-Klängen. Zudem können sich Theaterfreunde auf zahlreichen Wiederaufnahmen in den Spielplan freuen, unter anderem mit den Erfolgsstücken „Sugar – Manche mögen's heiß“, „Die Comedian Harmonists“ und "Der Troubadour".

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