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Hand in Hand für ein liebenswertes Dessau-Roßlau
Hand in Hand für ein liebenswertes Dessau-Roßlau© LEO

Kampagne für mehr Heimatgefühl

Veröffentlicht am Dienstag, 08. November 2016

Die Wirtschaftsjunioren Dessau haben die Kampagne "Dessau liebenswert" ins Leben gerufen. Am Dienstag informierten die Jungunternehmer bei der Dessauer Verkehrsgesellschaft über den Hintergrund und das Anliegen der Kampagne, die das Heimatgefühl der Dessau-Roßlauer stärken soll.

"Wir beobachten seit rund einem Jahr verstärkt, dass in Dessau-Roßlau über negative Nachrichten sehr viel intensiver diskutiert wird als über positive, insbesondere in den sozialen Netzwerken", so Nico Nierenberg, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Dessau. "Dessau liebenswert" solle daher eine plakative Liebeserklärung an die Doppelstadt sein. Ein Aufruf an alle Einwohner, sich auf die positiven Errungenschaften und die Möglichkeiten zu besinnen, die Dessau-Roßlau zu bieten hat. "Wir als Wirtschaftsjunioren engagieren uns seit vielen Jahren für die Stadt und die Region. Und das nicht nur als Unternehmer, sondern vor allen Dingen, weil wir gerne hier leben", betonte Nierenberg, "Wir wollen Mut machen und eine positive Stimmung erzeugen."

Ein solches Vorhaben könne jedoch nur gelingen, wenn die Bürgerschaft es auch annimmt, so Wirtschaftsjunior Jörg Schnurre. Die Kampagne dürfe den Menschen nicht übergestülpt werden, sondern müsse auf einem breiten Fundament stehen. "Deshalb sind wir auch sehr glücklich, in Oberbürgermeister Peter Kuras den wichtigsten Botschafter gefunden zu haben. Auch mit der Stadtmarketinggesellschaft arbeiten wir eng zusammen", erläuterte Schnurre.

"Schon im Wahlkampf 2014 habe ich immer wieder bemerkt, dass viele Bürger eine große Unzufriedenheit empfinden. Sie sehen eine tiefe Kluft zwischen den Chancen der Stadt und dem, was daraus gemacht wurde", erinnerte sich der Oberbürgermeister. Gleichzeitig sei das Bild von der Entwicklung der Stadt von außen deutlich positiver, als die meisten Bürger sie selbst empfinden. Die Bewerbung für die Landesgartenschau 2022 zeige jedoch, wieviel sich erreichen lässt, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und ein gemeinsames Ziel verfolgen. "Ich möchte, dass die Menschen wieder stolz darauf sind, in dieser Stadt zu leben. Dass sie stolz sind auf die Aufklärung, auf die technischen und architektonischen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts, aber auch mit Optimismus in die Zukunft blicken", fasste es Kuras zusammen, "Denn dass diese Stadt liebenswert ist, das steht außer Frage."

Neben der ideellen benötigt die Kampagne jedoch auch finanzielle Unterstützung. Rund 8000 Euro sollen pro Jahr in "Dessau liebenswert" fließen, Förderer sind bisher unter anderem die IDT Biologika, die Datel Dessau, die Wohnungsgenossenschaft und das Autohaus "Heise". Ab Anfang des Jahres wird mit Unterstützung der DVG ein Bus im "Dessau liebenswert"-Design im Stadtgebiet unterwegs sein. Eine Website, Aufkleber und anderes Merchandise gibt es schon jetzt, ein Imagefilm, Flyer und vieles mehr sollen folgen. Genauso wie hoffentlich viele Doppelstädter, deren Herz für ihre Heimatstadt schlägt.

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