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Noch im Rohbau: das neue UBA-Gebäude
Noch im Rohbau: das neue UBA-Gebäude© LEO

Erweiterungsbau soll Ende 2017 fertig sein

Veröffentlicht am Montag, 07. November 2016

In Dessau wurde am Montagvormittag das Richtfest für den Erweiterungsbau des Umweltbundesamtes gefeiert. Das neue Gebäude soll nach Fertigstellung 102 Büroarbeitsplätze und einen Konferenzbereich mit zwei mittelgroßen Räumen für 50 bis 70 Personen bieten. Maßstäbe soll es dabei vor allem in ökologischer Hinsicht setzen. Als Plus-Energie-Gebäude wird der Vorzeigebau im Jahresmittel mehr Strom und Wärme erzeugen, als es selbst verbraucht.

"Zukunft kann man bauen!" – so fasste Dr. Klaus Klang, Staatssekretär im Finanzministerium Sachsen-Anhalt, anlässlich des Richtfestes die Bedeutung des neuen UBA-Gebäudes zusammen. Dabei sei das Haus nicht nur ökologisch bedeutend, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Trotz der vorgeschriebenen europaweiten Ausschreibung stamme ein Großteil der beteiligten Baufirmen aus Sachsen-Anhalt, bis Ende September umfasste ihr Auftragsvolumen fast fünf Millionen Euro. Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesumwelt- und Bauministerium, betonte, dass der Bund als Bauherr im UBA einen Partner gefunden habe, der den hohen Ansprüchen nicht nur gerecht werde, sondern gemeinsam mit ihnen auch Neues vorantreibt.

Architekt Claus Anderhalten, hob hervor, dass der Rohbau bisher nur erahnen lässt, war der Erweiterungsbau ab Ende 2017 bieten soll. "Die graue Maus, die Sie heute sehen, sagt eigentlich noch gar nichts", so Anderhalten. Die Fassade werde nicht nur ein Blickfang, sondern sei auch das Kraftwerk des Neubaus. Die Süd-, West- und Ostfassade sowie das Dach erhalten integrierte Photovoltaikelemente, die den Strom für das gesamte Bauwerk erzeugen. Über 30 Sonden, die bis zu 25 Meter tief in den Boden reichen, bringen Erdwärme ins Gebäude, die nicht nur zum Heizen, sondern durch Verdunstung auch zur Kühlung genutzt werden soll. Gedämmt wird mit Hanf, ein Gründach fungiert als kleines Biotop, Energiespar- und LED-Beleuchtung reduzieren den Stromverbrauch. Mit einem neuen Fahrradpavillon will das UBA auch die nachhaltige Mobilität fördern. Mit rund 70 Stellplätzen und einer kleinen Werkstatt können die Drahtesel diebstahlsicher untergebracht werden. Zudem soll eine Grünanlage entstehen, die allen Erholungssuchenden offenstehen wird.

Die Gebäudefassade soll im Frühjahr 2017 fertiggestellt werden, die Außenanlage wird im Herbst nächsten Jahres gestaltet. Ende 2017 soll der Erweiterungsbau dann fertig gestellt, möbliert und bezogen sein.

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