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Colage der Künstler bei zdf@bauhaus im Herbst 2017LEO Glücksmoment
Colage der Künstler bei zdf@bauhaus im Herbst 2017© (Alina) Universal Music; Steve Hill; Alligatoah

Von Stimmwunder bis Rap-Reptil

Veröffentlicht am Dienstag, 26. September 2017

Die Bühne des Dessauer Bauhauses hat in ihrer über 90-jährigen Geschichte schon einiges erlebt. Neben experimentellem Theater, der Bauhauskapelle, angeregten Diskussionen und Musik aller Spielarten hat sich seit 2011 hier eine Konzertreihe etabliert, die für eine einzigartige Begegnung zwischen Künstler und Publikum steht. „zdf@bauhaus“ trägt diese Atmosphäre als Fernsehformat in die Welt. Hautnah lässt sie sich vom 17. bis 19. Oktober erleben.

Den Anfang macht die Senkrechtstarterin „Alina“ am 17. Oktober um 18 Uhr. Bereits mit der ersten Singleauskopplung „Nie vergessen“ stieg die Schwarzwälderin direkt in die deutschen Charts ein. Von der Presse wird sie schon als „deutsche Adele“ bezeichnet. „Alina“ macht deutschsprachigen Pop mit Seltenheitswert, thematisiert mit gnadenloser Offenheit die eigene Verletzlichkeit und kann mit warmer, nuancenreicher Stimme sowohl mit großer Wucht singen als auch sanft umgarnen. Im Bauhaus ist sie bereits zwei Wochen vor ihrer exklusiven Clubtour zu ihrem Debütalbum „Die Einzige“ zu erleben.

Ein absolutes Phänomen ist Steve Hill, der am 17. Oktober um 21 Uhr die Bühne betreten wird. Der Kanadier ist preisgekrönter Shooting-Star der internationalen Blues-Rock-Szene, macht aber schon seit über zwei Jahrzehnten Musik. Er selbst bezeichnet sich augenzwinkernd als „Über-Nacht-Sensation mit 20 Jahren Vorbereitung“. Außergewöhnlich macht seine Auftritte nicht nur, dass er der lebende Inbegriff der One-Man-Band ist. Wenn er singt, seine Gitarre und gelegentlich auch die Mundharmonika spielt, mit dem Fuß die Drums und mit einem Drum Stick am Kopf der Gitarre den Rest des Schlagzeugs bedient – alles parallel natürlich – klingt das auch noch großartig.

Sehr unterschiedliche Facetten deutschsprachiger Musik sind am 18. Oktober bei "zdf@bauhaus" zu erleben. Um 18 Uhr steht dann "Kontra K." auf der Bühne. Der Berliner Rapper verbindet Gansta-Rap mit Kampfsportthemen und gesellschaftskritischen Themen, polarisiert aber auch mit seinen Ansichten. Das Konzert war bereits kurz nach dem Vorverkaufsstart ausverkauft. Noch erhältlich sind dagegen Tickets für einen der erfolgreichsten Singer-Songwriter Deutschlands. "Pohlmann." verspricht um 21 Uhr authentische Musik zwischen Pop, Rock und Folk.

Gefühlvoll und authentisch geht es am 3. Konzerttag auch gleich weiter. Adel Tawil, der schon um 16 Uhr zu erleben ist, feierte Ende der 1990er als Teil der Boygroup "The Boyz" erste Erfolge, landete als eine Hälfte des Duos "Ich+Ich" Hits wie "Vom selben Stern" und ist auch als Solokünstler sehr gefragt. Zum Abschluss der „zdf@bauhaus“-Konzerte wird dann ab 19 Uhr erneut gerappt. „Alligatoah“ sind Rapper „Kaliba 69“ und Produzent „DJ Deagle“, zwei fiktive Charaktere, hinter denen sich Lukas Strobel verbirgt. Der ironische Seitenhieb auf den Masken- und Tarnnamen-Zwang in der Battle- und Gagsta-Rap-Szene setzt sich in pointierten und satirischen Texten fort, die sich aktuellen Themen und dem Wahnsinn des Alltags widmen. Alles andere als stubenrein oder politisch korrekt, aber immer intelligent und äußerst unterhaltsam - und leider offiziell auch schon ausverkauft.

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