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Ausstellung: Das Bauhaus in Kalkutta; Foto: Bauhaus Dessau
Ausstellung: Das Bauhaus in Kalkutta; Foto: Bauhaus Dessau

Letzte Kuratorenführung durch "Das Bauhaus in Kalkutta"

Veröffentlicht am Freitag, 14. Juni 2013

Nur noch bis zum 30. Juni ist die gefeierte Ausstellung "Das Bauhaus in Kalkutta - eine Begegnung kosmopolitischer Avantgarden" im Dessauer Bauhausgebäude zu sehen. Morgen wird zum letzten Mal zu einer Kuratorenführung eingeladen. Treffpunkt ist um 15 Uhr die Besucherkasse.

Die Ausstellung zeigt beispielhaft, dass die Moderne keinem eurozentrischen Konzept folgte, sondern schon früh eine globale Note hatte. Bis Ende Juni können Besucher in der von Kathrin Rhomberg und Regina Bittner kuratierten Schau zahlreiche Exponate sehen, die von einer Begegnung der Werke der Bauhauskünstler Paul Klee, Lyonel Feininger, Johannes Itten, Georg Muche und Wassily Kandinsky mit Arbeiten indischer Avantgardekünstler in den Räumen der Indian Society of Oriental Art 1922 in Kalkutta erzählen. Indien galt nach den furchtbaren Erfahrungen des Ersten Weltkrieges vielen Intellektuellen als imaginärer Sehnsuchtsort für künstlerische Alternativen. Umgekehrt interessierte sich die indische Elite für Deutschland und kam zum Studieren her. Und auch in den Bildungsreformen gab es Parallelen – 1919 wurde nicht nur das Bauhaus von Walter Gropius in Weimar gegründet, sondern auch die Weltuniversität von Rabindranath Tagore in Santiniketan.

Tiefere Einblicke verspricht die letzte Kuratorenführung am Samstag ab 15 Uhr. Die stellvertretende Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, Regina Bittner, wird diese Welt der multiplen Moderne und der einzigartigen Netzwerke zwischen Berlin, Kalkutta, London, Weimar und Wien lebendig werden lassen. Der Eintrittspreis beträgt 6 Euro.

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