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Verbotene Filme bei den Wolfener Filmtagen

Veröffentlicht am Dienstag, 16. September 2014

Die 3. Wolfener Filmtage des Industrie- und Filmmuseums widmen sich vom 24. bis 28. September dem Thema „Unangepasste Jugendliche in DEFA-Filmen“.

Insgesamt sieben Filme werden zu sehen sein, viele von ihnen waren der damaligen DDR-Führung ein Dorn im Auge, wurden kritisiert, zensiert oder sogar verboten. Die Dramen „Berlin um die Ecke“, „Karla“ und „Denk bloß nicht, ich heule“ erschienen jeweils 1965, um kurz darauf bis 1990 im Giftschrank der SED-Kulturbürokratie zu verschwinden. „Insel der Schwäne“ kam erst nach starker Zensur und mit zwei Jahren Verspätung in die Kinos und sogar der Klassiker „Solo Sunny“, selbst in der DDR mehrfach ausgezeichnet, musste sich den Vorwurf der Böswilligkeit gefallen lassen, weil er sich nicht an das politisch diktierte Weltbild hielt.

Heute zeigen die Filme insbesondere jungen Menschen, wie die Jugend in der DDR ihr Leben zwischen Anpassung und Rebellion gestaltete. Daher werden auch zwei Schülerveranstaltungen für Gymnasiasten angeboten. Außerdem sind zu jeder Veranstaltung Beteiligte der jeweiligen Filme in Wolfen zu Gast, darunter beispielsweise der oft als einer der wichtigsten Drehbuchautoren Deutschlands bezeichnete Wolfgang Kohlhaase oder die Schauspielerinnen Renate Krößner und Katrin Sass.

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