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Im Zelt über den Dingen schweben
Im Zelt über den Dingen schweben© Dagobert Howe/Dajuma Adventures

Abenteuer im Land der Glücklichen

Veröffentlicht am Dienstag, 25. April 2017

Ende März wurde der „Weltglücksbericht 2017“ veröffentlicht. Glücklichstes Land der Welt ist demnach Norwegen, während es Deutschland wie im Vorjahr lediglich auf Platz 16 geschafft hat. Innerhalb Deutschlands wiederum hat Dessau-Roßlau in den letzten Jahren schon mehrfach eine eher unrühmliche Platzierung zu den Themen Glück, Wirtschaftskraft und Altersstruktur belegt. So umstritten diese Studien auch sein mögen – zwei Dessauer haben ihr Glück nun offensichtlich in Norwegen gefunden.

Am Ostersonntag war es soweit: Dagobert Howe und Juliane Ulbricht starteten mit voll beladenem Bus in Richtung Lyso, einer kleinen Atlantikinsel in Westnorwegen. Dort schlägt das Paar sprichwörtlich seine Zelte auf, als Basecamp ihres Abenteuertour-Unternehmens „Dajuma Adventures“.

Als „DJ Dagobert“ ist Howe international gefragt, seit mehr als zehn Jahren schlägt sein Herz jedoch ebenso stark für das Bergsteigen und Naturerlebnisse – eine Leidenschaft, die nun im neuen Vorhaben gipfelt. Den Entschluss, in Norwegen einen Neustart zu wagen, fasste er vor rund einem Jahr bei einem Besuch auf den Lofoten. „Wir haben uns dort sofort zu Hause gefühlt. Da musste ich einfach auf mein Inneres hören“, erinnert sich Dagobert. Seinem ersten Impuls, sofort vollständig nach Norwegen auszuwandern, gab der Dessauer dann aber doch nicht nach. In diesem Jahr werden die Touren bis Mitte Oktober zu erleben sein, über den Winter geht es zurück in die alte Heimat.

Die Tourangebote in Norwegen sollen den Teilnehmern nicht nur die Schönheit des Landes vermitteln, sondern auch das Bewusstsein für den Erhalt der Natur wecken. „Wir verwenden ausschließlich Baumzelte, die über dem Boden schweben und dort keinen Schaden anrichten. Selbst die Gurte, mit denen sie befestigt werden, sind aus baumschonendem Material.“, so Howe. Das Konzept geht offensichtlich auf: bereits zum Auftakt ist die Nachfrage groß, auch erste Anfragen für 2018 liegen schon vor.

Die Musik wird Dagobert Howe aber trotzdem nicht aufgeben. Die Auftritte als DJ werden seltener werden, für seine verschiedenen Projekte ist das Land jedoch eine Inspiration. „Wenn ich auf einem Berg sitze und in diese unglaubliche Landschaft schaue, kann ich gar nicht anders, als Musik zu empfinden“, erklärt er. Und eine Grotte, die er irgendwann zum Klangraum machen will, hat Dagobert auch schon entdeckt.

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