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Nina HagenLEO Glücksmoment
Nina Hagen© Jim Rakete

Nina Hagen zu Gast

Veröffentlicht am Dienstag, 23. Februar 2016

In der Welt der Musik gab es schon immer schillernde Persönlichkeiten, vom „Teufelsgeiger“ Paganini bis zu Pop-Ikonen wie Madonna oder Lady Gaga. Doch noch bevor Madonna die Extravaganz für sich entdeckte – oder Frau Gaga überhaupt geboren war – begeisterte eine deutsche Künstlerin ihre Fans und schockierte das Establishment: Nina Hagen. Am 8. März ist die „Godmother of Punk“ im Anhaltischen Theater Dessau zu Gast.

Ihr „Du hast den Farbfilm vergessen“ machte Nina Hagen 1974 berühmt. 1955 als Tochter der Schauspielerin Eva-Maria Hagen in Ostberlin geboren, wurde die Künstlerin zum neuen Musikstar der DDR. Nach öffentlicher Kritik an der Ausbürgerung Wolf Biermanns zog Nina Hagen jedoch den Groll der Oberen auf sich und ging schon Ende 1976 in den Westen. Sie gilt als Vorreiterin der Neuen Deutschen Welle, prägte den Punk ebenso wie den deutschen New Wave, ist in Großbritannien und den USA ebenso erfolgreich wie in ihrer Heimat. Ihre einmalige Mischung aus musikalischem Genie und schrillem Auftreten hat sie bis heute international zur lebenden Legende gemacht.

Wenn Nina Hagen im Rahmen des Kurt Weill Festes nach Dessau kommt, ist es in zweifacher Hinsicht auch ein Stück Heimkehr. Zum Einen zum Komponisten Kurt Weill, auf den sie durch seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht, als „Revoluzzer“ des Theaters Vorbild für viele ihrer Texte, aufmerksam wurde. Ihr Dessauer Programm beschreibt sie so: „Ein leidenschaftliches Plädoyer für die Aktualität, Wahrheit, Dringlichkeit und Einzigartigkeit der Friedens-Botschaften in den vielen Brecht-Songs und Texten, die aus seinen unterschiedlichsten historischen Theaterstücken stammen, die ich übrigens seit meinem 12. Lebensjahr als unbekannte Ostberlinerin viele Abende lang sah – für 55 Pfennig!!“. Und dann ist da noch die ganz persönliche Verbindung der Sängerin zu Dessau. Von 1966 bis 1976 spielte ihre Mutter in 150 Vorstellungen am damaligen Landestheater Dessau die Eliza Doolittle in „My fair Lady“. Und vielleicht entdeckte die im Publikum sitzende kleine Nina hier ihre Begeisterung für die große Bühne, die Kunst des Verkleidens und den Gesang.

Wie bei einem Konzert dieses Kalibers zu erwarten, sind die Tickets für Nina Hagen längst vergriffen. Bleibt also nur noch, auf kurzfristige Rückgaben zu hoffen – oder auf Glück bei unserer Verlosung.

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