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© Jan Pieter Fuhr

Begegnung im Tanz

Veröffentlicht am Freitag, 23. September 2016

"Das Fremde – so nah" ist der Titel eines interkulturellen Theater- und Tanzprojektes, das derzeit in Dessau entsteht. Im Mittelpunkt stehen junge Menschen aus der Region und aus Syrien, die gemeinsam ein Programm gestalten. So wie das Projekt aus anfänglichen Fremden mit völlig unterschiedlichen Kulturen und Erfahrungswelten eine Gemeinschaft mit gegenseitiger Akzeptanz, Freundschaft und Anerkennung werden ließ, soll auch die Inszenierung neue Blickwinkel eröffnen. Auf Dinge, die verbinden und auf Begegnungen, die alle Beteiligten bereichern.

Seit mehreren Wochen proben Jugendliche aus Dessau und Umgebung sowie junge syrische Migranten im Alter zwischen 10 und 25 Jahren gemeinsam in der Dessauer Marienkirche. Dort wird die Inszenierung "Das Fremde – so nah" am 7. Oktober um 18 Uhr auch Premiere feiern. Künstlerische Leiterin des Projektes ist Almut Fischer, seit dieser Spielzeit Schauspieldirektorin des Anhaltischen Theaters. Ähnliche Jugendprojekte hatte sie in den vergangenen acht Jahren bereits im Rahmen des "Impuls-Festivals" realisiert, ab diesem Jahr finden sie mit neuen Partnern eigenständig und unter dem Titel "Young Players Project" ihre Fortsetzung. "Die grundlegende Idee unseres 'Young Players Projects' ist es, dass Jugendliche unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft gemeinsam mit professionellen Künstlern ein Musik- und Tanztheaterprojekt entwickeln", so Almut Fischer.

Die Erarbeitung der Aufführung haben die Jugendlichen bereits im März begonnen. Gemeinsam gingen sie den Fragen nach, was fremd ist, was Befremden auslöst oder wie sich Fremde anfühlt. Bei der praktischen Umsetzung werden sie durch den Choreographen Josef Eder unterstützt, der schon zahlreiche Tanzprojekte mit unterschiedlichen sozialen Gruppen erarbeitet hat, sowie durch den erfahrenen Musiker und DJ Jürgen Grözinger. Die Regie liegt in den Händen von Michael Uhl, der bereits mehrere Theaterarbeiten mit Laien entwickelt hat. "Die größte Inspiration für das Projekt ist das Ensemble", betont Michael Uhl.

Die Aufführung in arabischer und deutscher Sprache ist nach der Premiere im Oktober noch zwei weitere Male in der Marienkirche zu sehen, auch ein Gastspiel in der Oper Halle wird es geben. Eine Fortsetzung des "Young Players Project" im kommenden Jahr ist bereits geplant.

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