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LEO Tagestipp
Personenschützer Bernd Brückner (rechts im Bild)
Personenschützer Bernd Brückner (rechts im Bild)© Privatarchiv Bernd Brückner

Honis Schatten im Gespräch

Veröffentlicht am Montag, 28. Oktober 2019

13 Jahre lang, von Ende Oktober 1976 bis zum Wendeherbst 1989, war Erich Honecker Staatsratsvorsitzen der DDR. Bei öffentlichen Auftritten stets an seiner Seite: Das „Sicherungskommando Honecker“, das den sozialistischen Staats- und Parteichef schützen sollte. Immer mit dabei: Personenschützer Bernd Brückner, der im November 1976 zum Kommando kam, 1984 dessen Leiter wurde und es bis zu Honeckers Zwangsrücktritt blieb. Am Vorabend des 30. Jahrestages der Maueröffnung berichtet er in Wittenberg von seinem außergewöhnlichen Job.

Bernd Brückner kam dem letzten Regierungschef der DDR so nah wie sonst wohl nur dessen Frau Margot. Er begleitete ihn bei Staatsbesuchen in 40 Ländern, aber auch auf Jagdausflügen oder beim Bad im Schwarzen Meer. Basierend auf seinem Buch „An Honeckers Seite“ berichtet er im lockeren Gespräch im „Best Western soibelmanns Hotel“ in Wittenberg über Erstaunliches und Unbekanntes rund um seinen ebenso prominenten wie umstrittenen Schützling.

Nach der Wende bildete Brücker übrigens selbst Personenschützer aus, bevor er international als Unternehmer in der Altenpflege tätig wurde. Auch dafür könnte er im Alltag mit dem greisen Politbüro erste Erfahrungen gesammelt haben.

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