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Beleuchtete Bagger zur Abendführung auf FerropolisLEO Glücksmoment
Beleuchtete Bagger zur Abendführung auf Ferropolis© Ferropolis

Entdeckungen und Berührendes in Ferropolis

Veröffentlicht am Dienstag, 28. Juli 2020

Ferropolis, die Stadt aus Eisen bei Gräfenhainichen, hat sich in diesem Sommer schon als Autokino-Kulisse und als so außergewöhnliche wie beliebte Location für Camping- und Caravan-Touristen von bisher unbekannten Seiten gezeigt. Überregional ist der ehemalige Tagebau vor allem als spektakulärer Veranstaltungsort für Konzerte und Festivals berühmt. Doch gerade in diesen Monaten ohne Großveranstaltungen lohnt es sich, Ferropolis auch als Freilichtmuseum wieder oder ganz neu zu entdecken.

Wenn sich die Schatten der Nacht über Ferropolis senken, beginnt am 22. August in Ferropolis ein nicht alltäglicher Stadtspaziergang. Besucher erwartet lebendige Bergbaugeschichte in Bild und Ton, mit einem Begrüßungstrunk im Modellsaal und einer Führung durch die 30-kV-Station als atmosphärischem Auftakt. Nach einem Drei-Gänge-Überraschungsmenü in der Osteria schildert Gästeführerin Martina Wormuth die Geschichte und Geschichten um „Mosquito“ und seine Freunde, um die Arbeit im Bergbau und noch einiges mehr. Wenn die Stahlgiganten hell erstrahlen, führt die Tour dann auf den riesigen „Gemini“, um den Blick aus luftiger Höhe über die Arena und den See schweifen zu lassen. Anmeldungen für die Abendführung, auch für den 10. und 18. Oktober, sind telefonisch unter 034953 – 35125 möglich.

Einem berührenden Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte widmet sich das Theater-projekt „Das letzte Kleinod“, das vom 29. bis 31. August in Ferropolis zu Gast ist. 1991 gegründet, hat sich das Theater darauf spezialisiert, seine Stücke nicht auf der Bühne zu inszenieren, sondern an Originalschauplätzen und auf der Schiene. Beim Dokumentartheater „Komme bald!“ berichten Zeitzeugen, die fast noch Kinder waren, als sie kurz vor Ende des 2. Weltkrieges an die Ostfront geschickt wurden. Erst Jahre später und nach einer verlorene Jugend kehrten sie aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft in Sibirien zurück. Das Eisenbahntheater, inszeniert mit mehreren Wagen, gibt ihnen eine Stimme. Die Vorstellungen beginnen am 29. und 31. August um 18 Uhr, am 30. August bereits um 15 Uhr. Tickets sind unter www.das-letzte-kleinod.de erhältlich.

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