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Luther 1521
Luther 1521© Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt

"Luther 1521" startet mit Digitalvortrag

Veröffentlicht am Dienstag, 19. Januar 2021

Am 26. Januar startet die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt ihre neue Vortragsreihe "Luther 1521". Unter dem Titel "Die Reformation als Ablassblase" wird sich der Historiker Georg Habenicht dem spannenden Thema des Ablasshandels widmen. Aufgrund der Corona-Einschränkungen wird der Vortrag live über Facebook übertragen.

Der Ablass, also das Erlassen der Strafe für begangene Sünden durch die römisch-katholische Kirche, genoss über Jahrhunderte in breiten Schichten der religiösen Bevölkerung höchstes Ansehen. Doch dann kam der 31. Oktober 1517 - und Martin Luthers Thesenanschlag gab dem Ablass bis heute seinen Ruf als monströse moralische Fehlleistung. Georg Habenicht widmet sich dem Ablass mit wissenschaftliche Distanz und Neugier. Bei ihm sei durch die Technik des Messens und Wiegens Schuld in eine Zahl transformiert worden. Die Verbriefung dieser Schuld in Ablassbriefen habe sich dann jedoch als problematisch erwiesen. Sie sei vergleichbar mit einer Regierung, die dem Wunsch der Menschen nach mehr Wohlstand durch eine Flut frisch gedruckten Papiergeldes nachkomme. Ein Thema, dem sich Habenicht auch in seinem aktuellsten Buch "Ablass: Wertpapier der Gnade. Wie es zur Reformation kommen musste" widmet, das ebenfalls Teil des Vortrags ist.

Live zu erleben ist "Die Reformation als Ablassblase" am 26. Januar ab 18.30 Uhr auf www.facebook.com/luthergedenkstaetten. Anschließend kann er auch als Aufzeichnung auf der Internetseite www.martinluther.de und dem YouTube-Kanal der Stiftung abgerufen werden.

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