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Viele Informationen zum Kurt-Weill-Sommerfest
Viele Informationen zum Kurt-Weill-Sommerfest© LEO

Erste Informationen zum Dessauer Festival

Veröffentlicht am Freitag, 22. Juni 2018

Die Sängerin Ute Lemper ist Artist-in-Residence des Kurt Weill Festes 2019. Das gaben die Intendanten des Festivals am Donnerstag im Rahmen des Sommerfestes der Kurt-Weill-Gesellschaft bekannt, mit dem gleichzeitig das 25-jährige Bestehen der Gesellschaft gefeiert wurde. Auch weitere Ausblicke auf das Fest, das vom 1. bis 17. März unter dem Motto "Mut zur Erneuerung" gefeiert wird, wurden gegeben.

"Wir haben uns die Messlatte für 2019 mit dem diesjährigen Fest selbst ziemlich hoch gelegt.", so Gerhard Kämpfe, Leiter des vierköpfigen Intendantenteams, am Donnerstagabend. Die Resonanz auf das Programm, das Kämpfe erstmals gemeinsam mit dem Weill-Experten Dr. Jürgen Schebera sowie Johannes Weigand und Markus L. Frank, Generalintendant respektive Generalmusikdirektor des Anhaltischen Theaters, gestaltet hatte, war auf eine überaus positive Resonanz gestoßen. Und das nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei den beteiligten Künstlern. Das Angebot, als Artist-in-Residence nach Dessau zurückzukehren, habe Ute Lemper sofort begeistert angenommen, so Kämpfe. Neben Kurt Weill wird sich die Künstlerin bei weiteren Auftritten in Dessau und Halle mit "Rendevous with Marlene" auch einer weiteren Künstler-Ikone aus Deutschland widmen: Marlene Dietrich.

Für die Eröffnung des 27. Kurt Weill Festes gehen die Intendanten neue Wege. Statt eines Konzertes wird mit "Wanted - Dagmar Peckova alias Mackie Messer" eine multimediale Cabaret-Revue zu erleben sein. Dr. Schebera hatte die tschechische Produktion in Prag erlebt und sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt, um sie in die Geburtsstadt Weills zu holen.

Ein außergewöhnliches Highlight soll auch das Konzert der Anhaltischen Philharmonie im Bahnwerk Dessau werden. Zur Aufführung kommt "Railroads on Parade", eine Weill-Komposition, die anlässlich der Weltausstellung 1939 in New York entstand und sich der Geschichte der Eisenbahn in Amerika widmet. Mit rund zwei Millionen Zuschauern ist die Inszenierung eines der erfolgreichsten Weill-Werke überhaupt, außerhalb Amerikas war sie bisher aber nicht zu erleben. Die konzertante Aufführung stellt auch einen Brückenschlag zum 100. Bauhausjubiläum dar. Es gebe zwar nur eine einzige Verbindung zwischen Weill und dem Bauhaus, noch dazu aus der Weimarer Zeit, ein vereinendes Element sei jedoch die Begeisterung für Industrialisierung, Maschinen und Transport, aber auch für den Futurismus, erklärte Johannes Weigand. Auch eine neue musikalische Reihe, die sich der Synästhesie widmet, ist geplant. Synästheten sind Menschen, bei denen eine Sinneswahrnehmung mit mindestens einer weiteren verbunden ist, die also zum Beispiel Töne auch als Farben oder Formen wahrnehmen - und dies als Komponisten auch für Andere erlebbar machen wollen.

Der Vorverkauf für das 27. Kurt Weill Fest beginnt im Oktober. Als weitere künstlerische Gäste sind bereits Katharina Thalbach, "Andrej Hermlin and his Swing Dance Orchestra", Simon Höfele sowie das MDR Sinfonieorchester bestätigt.

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Open Air Sommerkino im Tierpark Dessau
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