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Aktion gegen Rüstungsexporte

Veröffentlicht am Donnerstag, 31. Mai 2018

Deutschland ist weltweit der drittgrößte Exporteur von Schusswaffen, bei Panzern, Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen nimmt die Bundesrepublik den 5. Platz ein. Mit dem bundesweiten Staffellauf "Frieden geht!" wollen Friedensverbände und Kirchengemeinschaften auf diese Tatsache hinweisen und zur friedlichen Lösung von Konflikten aufrufen. am 31. Mai macht der Lauf in Anhalt Station.

Im schwäbischen Oberndorf, Firmensitz von "Heckler & Koch", Deutschlands größtem Hersteller von Pistolen und Sturmgewehren, ist der Friedenslauf am Pfingstmontag gestartet. Am Sonnabend soll er Berlin erreichen. Größere Etappen werden als Halbmarathon gelaufen oder per Fahrrad absolviert, kürzere Sterecken sind auch für Freizeitjogger oder Wanderer geeignet. Am Donnerstagmorgen sind die Friedensläufer um 6.30 Uhr in Halle gestartet. Gegen 12.45 Uhr werden sie in Köthen erwartet, von dort aus geht es über Reppichau nach Dessau, wo die Teilnehmer gegen 16 Uhr am Standort der Friedensglocke eintreffen sollen. Viel Zeit werden sie dort jedoch nicht verbringen, denn in zwei weiteren Etappen soll bereits um 19.50 Uhr das Tagesziel des 31. Mai, der Marktplatz Wittenberg, erreicht werden.

Hintergrund der durch 16 Trägerorganisationen ins Leben gerufenen Aktion sind die massiven Waffenexporte Deutschlands im Gesamtwert von über 25 Milliarden Euro allein im Zeitraum 2013 bis 2017. Die Initiatoren und Teilnehmer fordern ein Exportverbot an menschenrechtsverletzende und kriegsführende Staaten. Auch staatliche Hermesbürgschaften zur Absicherung der Rüstungsexporte und die Lizenzvergabe zum Nachbau deutscher Kriegswaffen soll verboten werden.

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