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Lutherhaus, Wittenberg
Lutherhaus, Wittenberg© Claire Laude

Stillstand statt Saisonstart – Regionale Kultur und Corona – Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt

Veröffentlicht am Donnerstag, 30. April 2020

Die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt bewahrt das Erbe des Reformators in den Lutherstädten Wittenberg, Eisleben und Mansfeld. Neben der wissenschaftlichen Arbeit gehört dazu auch die Organisation öffentlicher Veranstaltungen und Führungen sowie der Betrieb mehrerer Museen. Die öffentliche Zwangspause wird nun genutzt, um neue Perspektiven zu eröffnen.
(Anmerkung: Das Gespräch fand in der Woche vom 16. bis 22. März statt. Eventuelle spätere Entwicklungen spiegeln sich hier daher nicht wider.)

1. Welche Folgen hat die aktuelle Corona-Situation für die Stiftung Luthergedenkstätten bisher?
Um unsere Besucherinnen und Besucher sowie auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, haben wir unsere fünf Museen in Wittenberg, Eisleben und Mansfeld geschlossen und auch alle Veranstaltungen abgesagt. Dies gilt vorerst bis einschließlich 19. April.

2. Was passiert mit Tickets für Veranstaltungen, die bereits gekauft wurden bzw. mit bisher erfolgten Buchungen?
Sofern es sich um kostenpflichtige Veranstaltungen handelt – die meisten unserer Angebote sind jedoch kostenfrei – erstatten wir natürlich die Gebühren. Das gleiche gilt für bereits gebuchte und bezahlte Führungen etc. Die Stornierung ist für unsere Gäste selbstverständlich mit keinerlei Kosten verbunden.

3. Sie sind nicht nur Gastgeber, sondern auch Arbeitgeber. Wie wirkt sich die aktuelle Situation in dieser Beziehung aus?
Natürlich schützen wir auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wo wir können. So ist der Kontakt mit Gästen eingestellt. Wer kann, arbeitet im Homeoffice. Für die übrigen Kollegen versuchen wir, den Kontakt mit anderen so gering wie möglich zu halten – so sind beispielsweise Termine abgesagt oder werden telefonisch wahrgenommen, Dienstreisen finden nicht statt. Aber grundsätzlich versuchen wir, weiterzuarbeiten und die Stiftung handlungsfähig zu halten. Trotz Krise und der Schließung der Museen gibt es dennoch einiges zu tun.

4. Was tun Sie bzw. was haben Sie vor, um auch in Zeiten des brachliegenden öffentlichen Lebens stattzufinden und den Kontakt zu Ihren Gästen aufrecht zu erhalten?
Hier werden wir uns sicher Maßnahmen überlegen – momentan sind wir noch damit beschäftigt, die neue Situation intern zu organisieren, zumal es hier täglich Änderungen gibt. Aber wir möchten natürlich mit unseren Gästen in Kontakt bleiben, was wir sicherlich über Onlineangebote realisieren können.

5. Bisher kann niemand abschätzen, wie sich die Situation in den kommenden Wochen oder auch Monaten entwickeln wird. Wie blicken Sie in die Zukunft? Gibt es schon Überlegungen, wie mit dieser Situation umgegangen werden könnte?
Nein, konkrete Überlegungen gibt es zur Zeit nicht, dafür ist die Lage viel zu dynamisch, wie gesagt, die Situation ändert sich täglich. Momentan bleibt uns nichts anderes übrig als abzuwarten. Dabei bleiben wir ruhig und reagieren schnell auf Veränderungen. Und natürlich versuchen wir, das Beste daraus zu machen – es gibt bei uns auch genug „hinter den Kulissen“ zu tun, was im Alltagsgeschäft meist liegen bleibt. Dem widmen wir uns jetzt. Und bei aller Krisenstimmung bleiben wir optimistisch. Wir sind fest davon überzeugt, dass es irgendwann auch wieder bergauf geht und wir uneingeschränkt für unsere Gäste da sein werden.

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