Stillstand statt Saisonstart – Regionale Kultur und Corona – brauArt e.V.
Veröffentlicht am Dienstag, 14. April 2020
Einmal jährlich organisiert der Dessauer brauArt e.V. die gleichnamige Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus regionalen Ateliers und Werkstätten. "Auf der Kippe" sollte das Motto diesmal im Mai lauten - und wurde dank Pandemie zur bitter-ironischen Realität. Wir sprachen im Rahmen der Reihe "Regionale Kultur und Corona" mit dem Vereinsvorstand. (Anmerkung: Das Gespräch fand in der Woche vom 16. bis 22. März statt. Eventuelle spätere Entwicklungen spiegeln sich hier daher nicht wider.)
1. Welche Folgen hat die aktuelle Corona-Situation für die 11. Brau.ART?
2. Was passiert mit bisher erfolgten Buchungen zur 11. Brau.ART?
3. Sie sind nicht nur Gastgeber, sondern auch Arbeitgeber. Wie wirkt sich die aktuelle Situation in dieser Beziehung aus?
4. Was tun Sie bzw. was haben Sie vor, um auch in Zeiten des brachliegenden öffentlichen Lebens stattzufinden und den Kontakt zu Ihrem Publikum bzw. zu Ihren Besuchern oder zu Ihren Gästen aufrecht zu erhalten?
5. Bisher kann niemand abschätzen, wie sich die Situation in den kommenden Wochen oder auch Monaten entwickeln wird. Wie blicken Sie in die Zukunft? Gibt es schon Überlegungen, wie mit dieser Situation umgegangen werden könnte?
Zu 1 und 2. Wir haben als Verein mitten in den Vorbereitungen zur 11. Brau.ART „Auf der Kippe“, die am 9. Mai eröffnet werden sollte, schweren Herzens die Reißleine gezogen und auf den September geschoben – in der Hoffnung, dass sich bis dahin die Lage entspannt hat. Vorhaben und Programmpunkte hoffen wir auch verschieben zu können. Da wir als eingetragener Verein von Sponsoren und Spenden abhängig sind, war dies auch eine wirtschaftliche Entscheidung.
Zu 3. Die Ausstellung „brau.ART“ an sich wird rein ehrenamtlich von selbständigen Künstlern und Fördermitgliedern organisiert.
Zu 4. Wir werden die Interessenten an unserer Ausstellung auf der Homepage und den sozialen Medien des Vereins über Fotos und Videos an der Entstehung von Kunstwerken teilhaben lassen. Damit wollen wir auch die Neugier auf das Original, das dann in der Ausstellung hoffentlich im Herbst zu sehen sein wird, wecken.
Zu 5. Da ist in erster Linie das Prinzip Hoffnung, dass in sechs Monaten die Lage wieder besser ist und so vertrauen wir auf ein paar kreative Impulse in der Zwischenzeit. Die momentane Situation ist ja für uns alle neu und es wird dauern, bis uns neue tragfähige Konzepte einfallen, zumal die einzelnen Künstler erst einmal den Wegfall von Malschulen und Workshops irgendwie kompensieren müssen.










