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Jens Krause, Peter Kuras und Dr. Joachim Zagrodnick, ärztlicher Direktor des Städtischen Klinikums (v.l.n.r.)
Jens Krause, Peter Kuras und Dr. Joachim Zagrodnick, ärztlicher Direktor des Städtischen Klinikums (v.l.n.r.)© LEO

Veranstaltungsverbot vorerst bis 27. März

Veröffentlicht am Donnerstag, 12. Mrz 2020

In der Stadt Dessau-Roßlau werden bis einschließlich 27. März keine öffentlichen Veranstaltungen stattfinden. Ein entsprechendes Verbot der Stadtverwaltung, das auf Grundlage von Weisungen des Landesgesundheitsministeriums angesichts des Corona-Virus erfolgt, verkündete Oberbürgermeister Peter Kuras am Donnerstagnachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz.

Davon betroffen sind demnach auch alle Theater- und Kinovorstellungen, Sportveranstaltungen sowie alle Termine des noch bis zum Sonntag laufenden Kurt Weill Festes. Die vom 20. bis 22. März geplanten "Tage der Chor- und Orchestermusik" seien im Einvernehmen mit dem Bundesmusikverband ebenfalls abgesagt worden, so Kuras. Geschlossen bleiben ab Freitag, den 13. März, außerdem alle städtischen Kultureinrichtungen (Museen, Bibliotheken, Archiv, Marienkirche, Villa Krötenhof) sowie die städtischen Bäder bis auf weiteres geschlossen. Ausgenommen ist lediglich der Tierpark, der (bis auf das Terrarium) weiter geöffnet bleibt.

Die Verwaltung habe die Lage in der Stadt und im Bund täglich beobachtet und auch jetzt werde sie jeden Tag neu bewertet, ergänzte Jens Krause, städtischer Beigeordneter für Gesundheit, Soziales und Bildung. Auch über die zeitweilige Einstellung der öffentlichen Ausschüsse sowie die Absage der Stadtratssitzung am 18. März werde derzeit nachgedacht sowie Notfallszenarien für die Arbeit des Rathauses im Sinne der Bürger entwickelt.

Auf eine Schließung von Schulen und Kindertagesstätten, wie sie Halle am Donnerstag angeordnet hatte, werde zum jetzigen Zeitpunkt jedoch verzichtet. Zum Einen seien Kinder durch das Virus nach bisherigem Kenntnisstand weniger gefährdet als Erwachsene und insbesondere ältere Menschen, andererseits würde dieser Schritt dort zu massiven Arbeitsausfällen führen, wo die Menschen gerade besonders gebraucht würden, zum Beispiel im Gesundheitswesen, ergänzte der Oberbürgermeister.

Wie es nach dem 27. März mit dem öffentlichen Leben weitergeht, ist derzeit noch völlig unklar. Der eigens einberufene Verwaltungsstab treffe täglich zusammen, auch am Wochenende, so Kuras. "Wir fliegen derzeit auf Sicht und werden tun, was nötig und sinnvoll ist. Die Situation ist für alle misslich - aber es hilft ja nichts."

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