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Auch das Anhaltische Theater muss im November wieder schließen
Auch das Anhaltische Theater muss im November wieder schließen© Anhaltisches Theater

Kulturkonferenz kritisiert Schließungen

Veröffentlicht am Donnerstag, 29. Oktober 2020

Mit einem eindringlichen Appell hat sich der Verein "Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt" gegen die angekündigte Komplettschließung von Kultureinrichtungen ab 2. November ausgesprochen. Unter dem Dach der Kulturkonferenz sind mehr als 20 Interessenvertretungen und Vereine des Landes vereint, unter anderem der Museumsverband Sachsen-Anhalt, der Landesverband Ost des Deutschen Bühnenvereins, die Werkleitz-Gesellschaft und der Berufsverband Bildender Künstler Sachsen-Anhalt.

Die Kulturkonferenz unterstütze das Ansinnen der Bundesregierung und der Landesregierungen, die deutlich gestiegene Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus durch zusätzliche und verschärfte Maßnahmen weiter zu reduzieren, heißt es in der Mitteilung vom Donnerstag. Sei im März die Komplettschließung noch sinnvoll gewesen, da hier Kultureinrichtungen und -akteure quasi unvorbereitet mit der Pandemie konfrontiert wurden, rate sie nun jedoch dazu, davon abzusehen. Denn inzwischen würden alle Mitgliedsverbände mit professionell ausgefeilten Hygienekonzepten arbeiten, die im Einklang mit den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts stehen. Daher könnten sie keine Orte der Ausbreitung des Coronavirus sein. Die nun erneut angeordnete Schließung stoße deshalb nicht zuletzt aufgrund der trotz erheblicher finanzieller Einbußen massiven Investitionen in Eindämmungsmaßnahmen, die nachweislich nicht zur Pandemieausbreitung führen, auf Unverständnis.

Gerade kleinere Kulturakteure wie freie Theater, Kleinkunstbühnen oder Soloselbständige, die auf eine Mindestzahl an Besuchern angewiesen sind, seien mit erheblichen wirtschaftlichen Existenznöten konfrontiert. Bisherige Überbrückungsgelder hätten die Einbußen bei Weitem nicht ausgleichen können, ein erneuter Lockdown bedeute für viele Kulturakteure den Todesstoß. Die Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt empfiehlt, die Kultureinrichtungen unter Einhaltung der bisherig gültigen Hygienevorgaben des RKI weiterhin geöffnet zu lassen. Gleichzeitig müssten öffentliche Mittel bereitgestellt werden, um die Verluste durch die verordneten Eindämmungsmaßnahmen auszugleichen und Veranstaltungen so auch mit stark reduzierten Besucherzahlen durchführbar zu machen.

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